Netzwerktreffen im Doppelpack

Am 8. und 9. Juli 2013 fanden in Gießen gleich zwei Veranstaltungen des adh-Bildungsprogramms statt: Das Netzwerktreffen „Gesundheitsförderung im Hochschulsport“ sowie das Pausenexpress-Treffen.

Am Mittwoch, den 8. Juli begrüßte der Präsident, Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, zunächst persönlich die 32 Teilnehmenden des adh-Netzwerktreffens Gesundheitsförderung an der Justus Liebig Universität Gießen und brachte dabei den hohen Stellenwert des Hochschulsports zum Ausdruck. Im Folgenden wurde den Teilnehmenden dieser inzwischen dritten Zusammenkunft des Netzwerks ein abwechslungsreicher Methodenmix geboten, der neben kurzen Input- und aktiven Erarbeitungsphasen sowie moderierten Diskussionsrunden insbesondere den angeleiteten Austausch in den Mittelpunkt stellte.

Methoden und Ansätze zur Prävention studentischer Stressbelastungen
Inhaltlich standen am ersten Tag nach dem intensiven Austausch von neuen Angeboten und Ideen an den jeweiligen Hochschulsportstandorten die Methoden und Ansätze zur Prävention studentischer Stressbelastungen im Zentrum der Betrachtungen. In seinem Vortrag ging Mischa Lumme vom Hochschulsport der Universität Göttingen zunächst auf die theoretischen Grundlagen der Stressforschung ein und erläuterte anschließend den wissenschaftlichen Stand in Bezug auf die Hypothese von sportlicher Aktivität als Stresspuffer. In der nachfolgenden Gruppenarbeitsphase wurde deutlich, dass zwar bereits eine Reihe von Hochschulspotangeboten existieren, die nach derzeitigem Stand der Wissenschaft der Stressprävention respektive der Stressbewältigung dienen können, dass aber eine entsprechende Einordnung dieser Angebote keinesfalls einfach und maßgeblich von der Gestaltung der Rahmenbedingung abhängig ist. Die hoch interessante Diskussion darüber, was Hochschulsport in diesem Zusammenhang leisten kann und wo unter Umständen auch die Grenzen seiner Zuständigkeit liegen, fand auch beim gemeinsamen Abendessen bei sommerlichen Temperaturen am Ufer der Lahn eine Fortsetzung.

Organisation von Gesundheitstagen
Der Themenschwerpunkt des zweiten Veranstaltungstags lag dann auf der Organisation von Gesundheitstagen. Mit großem Interesse folgten die Teilnehmenden zunächst den vorgestellten Praxisbeispielen aus den Hochschulsporteinrichtungen der Uni Gießen, der Uni Wuppertal sowie der RWTH Aachen. Weitere Tipps und Anregungen erhielten die Teilnehmenden in der anschließenden moderierten Gruppenarbeit. Anhand des Leitfadens zur systematischen Organisation von Gesundheitstagen der Unfallkasse Thüringen wurden Erfahrungswerte und Besonderheiten an der Hochschule diskutiert und im Plenum vorgestellt. Mit eine kurzen Feedbackrunde ging das Netzwerktreffen Gesundheitsförderungen im Hochschulsport am Dienstagmittag zu Ende.

Pausenexpress aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen
Ein Großteil der Anwesenden genoss jedoch auch weiterhin die große Gastfreundschaft der Uni Gießen und nahm nach einem kleinen Imbiss ebenfalls am Treffen der Hochschulen mit Pausenexpress teil. Im Rahmen einer kurzen aktiven Vorstellungsrunde erhielten zunächst auch die neu hinzugekommenen Kolleginnen und Kollegen die Gelegenheiten, einige Eckdaten zu den Hochschulen und den Erfahrungen der anwesenden Vertretungen in Sachen Pausenexpress zu erfahren. Nach einer kurzen Einführung zum Pausenexpress ging es anschließend in den moderierten Austausch. Mit den drei Schwerpunktthemen Finanzierung, Übungsleitenden-Akquise und -Ausbildung sowie Vermarktung an der eigenen Hochschule, waren im Vorfeld des Treffens drei Bereiche identifiziert worden, zu denen ein entsprechender Austausch gewünscht wurde. Unter Anleitung der drei Pausenexpresserfahrenen Kolleginnen und Kollegen, Dr. Petra Bischoff-Krenzien (Uni Potsdam), Gaby Maass (Uni Wuppertal) und Peter Lynen (RWTH Aachen) erhielten die Teilnehmenden nach dem Rotationsprinzip die Möglichkeit, sich über die aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen an den Standorten in den genannten Bereichen umfassend zu informieren.

Zurück im Plenum wurden neben weiteren potenziellen Unterstützungsleistungen auch verbandspolitischen Interessen besprochen. Dabei ging es neben der Einhaltung der für den Markenerwerb vereinbarten Standards auch um die Verständigung darauf, mit externem Interesse und Anfragen sensibel umzugehen und hier Rücksprache mit dem adh zu halten.

In der abschließenden Reflexionsrunde wurde festgestellt, dass alle 26 Anwesenden von 18 Hochschulen ihre eingangs benannte persönlich wichtigste Frage für das Treffen als beantwortet betrachten und somit ein äußerst befriedigendes Ergebnis konstatiert werden kann.

Voller Erfolg
Insgesamt machte die Kombination aus interessanten Inhalten, abwechslungsreichen Formaten, einer perfekten organisatorischen Vorbereitung durch das Hochschulsportteam der Universität Gießen sowie einem äußerst interessierten und engagierten Teilnahmekreis diese Doppelveranstaltung zu einem vollen Erfolg.