Bewegung wird Teil des Lernens
Mit „Bewegte Lehre – Impulse für den Hörsaal“ möchte die Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen Bewegung stärker in Vorlesungen und Seminare integrieren. Ziel ist es, bewegungsaktivierende Methoden zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Lernprozesses zu machen und damit Konzentration, Wohlbefinden und Studienqualität nachhaltig zu fördern.
Das Projekt baut auf den Erfahrungen des bereits etablierten „Studi-Pausenexpress“ auf und entwickelt den Ansatz weiter: Bewegung soll nicht nur in Lernpausen stattfinden, sondern unmittelbar in die Lehre einbezogen werden. Dafür entsteht unter anderem ein digitales Handbuch mit praxisnahen Methoden und konkreten Umsetzungstipps. Ergänzend sind Workshops für Lehrende sowie ein Selbstlernformat mit Video-Tutorials geplant.
„Langes Sitzen ermüdet, das wissen wir alle. Unser Ziel ist es, Bewegung aus der Nische der Pause direkt in den Lernalltag der Studierenden zu integrieren. Wir möchten Lehrenden praxisnahe Werkzeuge an die Hand geben, die den Hörsaal lebendiger machen und den Studierenden helfen, mit mehr Energie und Fokus durch ihr Studium zu gehen. Langfristig möchten wir die JLU Gießen zu einem Ort machen, an dem Lernen und Wohlbefinden Hand in Hand gehen,“ so Projektleiterin Valerie Flintrop.
Gemeinsam praxistaugliche Lösungen entwickeln
Eine zentrale Rolle spielt die partizipative Entwicklung der Angebote. Statt ein fertiges Konzept vorzugeben, soll das Handbuch Schritt für Schritt gemeinsam mit Lehrenden und Studierenden der JLU sowie Expertinnen und Experten für bewegungsaktivierende Lehre entstehen. Brainstormings, Feedbackrunden und Evaluationen sorgen dafür, dass die Perspektiven der späteren Nutzerinnen und Nutzer kontinuierlich einfließen.
Im Mittelpunkt steht dabei die Praxistauglichkeit: Die Methoden sollen sich zeitsparend und unkompliziert in unterschiedliche Lehrveranstaltungen integrieren lassen. Denn nur wenn die Anwendung im Lehralltag einfach gelingt, können die Bewegungsimpulse langfristig Wirkung entfalten und sich dauerhaft etablieren.
Nach einer Pilotphase in ausgewählten Lehrveranstaltungen sollen die entwickelten Ansätze schrittweise hochschulweit ausgerollt werden. So möchte die JLU bewegungsaktivierende Lehre nachhaltig in ihren Strukturen verankern und die körperliche sowie mentale Gesundheit der Studierenden im Studienalltag stärken.
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