FISU Vizepräsidentin Dr. Verena Burk (links)
FISU Vizepräsidentin Dr. Verena Burk (links) | Foto: Jan Patrick Wagner
26.10.2026 | Kategorie: Projekte , Bildung , Gesundheit

Internationale Vertretende des adh diskutieren Zukunftsthemen

Am 23. Oktober 2026 kamen die internationalen Vertretenden des adh erstmals seit 2020 wieder zu einem gemeinsamen Austausch zusammen. Im Mittelpunkt des Treffens standen aktuelle Entwicklungen in den internationalen Hochschulsportorganisationen, die strategische Weiterentwicklung der internationalen Interessenvertretung des adh sowie künftige Veranstaltungs- und Bewerbungsvorhaben.

Ziel des Treffens war es, den regelmäßigen Austausch zwischen den internationalen Vertreterinnen und Vertretern, dem adh-Vorstand und der Geschäftsstelle wiederzubeleben. Neben der Vernetzung standen die frühzeitige Identifikation internationaler Vakanzen und Wahltermine sowie die Bündelung relevanter Informationen aus den verschiedenen Gremien im Fokus.

Die Teilnehmenden berichteten aus ihren Tätigkeitsbereichen in den Organisationen FISU, EUSA, EAS und ENAS. Dabei wurden aktuelle Entwicklungen in den jeweiligen Gremien, Kommissionen und Netzwerken vorgestellt. Besonderes Augenmerk galt den bevorstehenden Reformen und Wahlen innerhalb der FISU. Diskutiert wurden unter anderem die geplante Satzungsreform mit einer stärkeren Verankerung von Geschlechtergerechtigkeit und studentischer Mitbestimmung sowie die perspektivische Neubesetzung wichtiger Positionen auf internationaler Ebene.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der strategischen Positionierung Deutschlands in internationalen Hochschulsportorganisationen. Vor dem Hintergrund anstehender Vakanzen und Wahlperioden wurde erörtert, wie deutsche Kandidatinnen und Kandidaten künftig frühzeitig identifiziert, aufgebaut und unterstützt werden können. Zudem standen Überlegungen zur Nachwuchsförderung im Mittelpunkt. Ziel ist es, interessierte Studierende und Engagierte frühzeitig an internationale Gremienarbeit heranzuführen und langfristig für Führungsaufgaben im Hochschulsport zu qualifizieren.

Im Rahmen des Treffens wurde außerdem der aktuelle Entwurf des Konzepts zur internationalen Interessenvertretung des adh beraten. Die Anwesenden betonten die Bedeutung einer verbindlichen Verankerung internationaler Themen in der Verbandsstrategie und diskutierten, wie der Mehrwert internationaler Aktivitäten künftig noch stärker gegenüber den Mitgliedshochschulen sichtbar gemacht werden kann.

Einen weiteren Programmpunkt bildete die Reflexion der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games. Die Teilnehmenden zogen eine insgesamt positive Bilanz und hoben insbesondere die nachhaltigen Effekte für die internationale Sichtbarkeit des deutschen Hochschulsports, die politische Vernetzung sowie die Impulse für das Thema Inklusion hervor. Gleichzeitig wurden zentrale Erkenntnisse für zukünftige Großveranstaltungen identifiziert.

Auch mögliche künftige Ausrichterrollen deutscher Standorte wurden thematisiert. Besprochen wurden unter anderem die Bewerbung Hannovers für die Ausrichtung der European Universities Championship 3x3 Basketball, die Planungen für ein Multisport-DHM in Dresden sowie Überlegungen zu weiteren internationalen Veranstaltungsformaten im Hochschulsport.

Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die internationale Interessenvertretung des adh auch künftig ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung des deutschen Hochschulsports bleibt. Mit regelmäßigen Austauschtreffen soll die Zusammenarbeit weiter gestärkt und die strategische Positionierung Deutschlands in den internationalen Hochschulsportstrukturen nachhaltig ausgebaut werden.