„Sport wollen wir in eine ressortübergreifende, bewegungsförderliche Gesamtpolitik einbinden, weil Sport, Gesundheitsförderung und Prävention zusammen gehören.“ Diesen Satz aus der Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung zitierte DOSB-Präsident Alfons Hörmann in seinem Grußwort und stellte damit die hohe Bedeutung des Sports für die Gesundheitsförderung heraus. Auch wenn die Bedeutung des Sports im Bereich Gesundheitspolitik und Prävention oft seitens der Politik unterschätzt wurde, wird der Sport mittlerweile als wichtiger Impulsgeber für die Politik verstanden, was Regina Kraushaar, Abteilungsleiterin für Pflegeversicherung und Prävention im Bundesgesundheitsministerium, die Minister Herrmann Gröhe vertrat, noch einmal betonte.
Damit Prävention erfolgreich sei, müsse diese dort geschehen, wo sich die Bürgerinnen und Bürger die längste Zeit ihres Alltags aufhielten: In Schulen, an Arbeitsplätzen oder in Pflegeheimen, empfahl Regina Kraushaar. „An diesem Punkt setzt auch das adh-Projekt Pausenexpress an“, kommentiert adh-Jugend- und Bildungsreferentin Rieke Zulauf. Dieses 15-minütigen Bewegungsprogramm gibt den Hochschulen als Teil ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements die Möglichkeit, ihren Mitarbeitenden am Arbeitsplatz ein Angebot zum Gesundheits- und Präventionssport zu geben.
Ein weiterer Schwerpunkt des Fachforums war die derzeitige Entwicklung eines Präventionsgesetztes, in dem künftig auch das DOSB-Siegel „SPORT PRO GESUNDHEIT“ sowie das „Rezept für Bewegung“ explizit benannt sein sollen. Das Siegel bedeutet nicht nur eine qualitative Aufwertung der zertifizierten Angebote, sondern stellt auch eine Anerkennung als qualifizierte Maßnahme zur Primärprävention durch viele Krankenkassen dar. Dadurch können sich Teilnehmende dieser zertifizierten Kurse einen Teil der Kurskosten rückerstatten lassen.
