31.07.2015 | Kategorie: Futsal , EUG , 2015

Futsal-Erfahrung auf Spitzenniveau

Es verspricht erneut ein hochkarätig besetztes Feld zu werden. Am Sonntag starten die Europäische Hochschulmeisterschaften (EUC) Futsal im polnischen Poznan. Eine Woche lang geht es für die mit Studierenden-Nationalspielern gespickten drei deutschen Teams der WG Münster (Männer und Frauen) und der WG Darmstadt (Männer) nicht nur um die begehrten Titel, sondern auch um internationale Erfahrung auf Spitzenniveau.

„Auf einem solchen Niveau dabei zu sein, bringt nicht nur die drei Teams sondern auch allgemein den Futsal in Deutschland enorm weiter“, schwärmt adh-Disziplinchef Georg von Coelln von der Qualität der EUC. „Aus diesem Turnier ziehst du immer unglaublich viel Motivation für deine Hochschule oder deinen Heimatclub“, so von Coelln. Aus diesem Grund ist er den Hochschulen sehr dankbar, dass dieses Jahr gleich drei Teams die Möglichkeit haben, sich mit den besten Hochschulteams Europas zu messen: „Es ist schön zu sehen, dass mit der WG Darmstadt auch erstmals ein deutscher Vize-Hochschulmeister die Chance bei der EUC bekommt. Ein großes Lob gilt aber auch der Uni Münster und dem dortigen Hochschulsport für die langjährige Unterstützung des Futsals“, so von Coelln.

Die besten Chancen sieht der Disziplinchef dabei für das deutsche Damenteam: „Die Spielerinnen sind alle hoch motiviert und als Team sehr stark.“ Gecoacht vom Trainergespann Eduard Nickel und Julian Offermann geht es nach der Teilnahme bei den EUSA-Games im vergangen Jahr selbstbewusst in die erste Europäische Hochschulmeisterschaft: „Wir wollen besser abschneiden als letztes Jahr. Wenn wir gut ins Turnier starten, kann das vielleicht einen ‚Flow’ freisetzen“, hofft  Studierenden-Nationalspieler Nickel auf einen guten Auftakt. Immerhin konnten seine Damen bereits bei anderen nationalen und internationalen Turnieren Erfolge feiern. So gewannen sie das IUTT in Eindhoven 2014. Dieses Jahr wurden sie Zweite. 2015 wurde das Team zudem Hallenkreismeisterschaften im Fußball. Auch wenn vor allem Fußball-Jugendnationalspielerin Joana Beckers, die in Eindhoven Spielerin des Turniers wurde, aus dem Team herausragt, präsentierte sich die Mannschaft zuletzt als kompakte Einheit. So hofft das Team von Eduard Nickel und Julian Offermann gegen die Favoritinnen der französischen Uni Rouen bestehen zu können.

Doch auch das Münsteraner Männerteam ist stark besetzt. Gleich sechs Studierenden-Nationalspieler stehen im Kader der Hochschulauswahl. Torwart Moritz Auth wird auch in Poznan das Gehäuse sichern, zudem sind mit Wendelin Kemper, Christoph Rüschenpöhler, Alexander Kenkel, Gunnar Kaib und Thomas Lehmann fünf weitere Futsaler aus der nationalen Studierenden-Auswahl dabei. Trotzdem wird es für die beiden deutschen Männermannschaften nicht leicht: „Münster und Darmstadt müssen auch ein wenig auf Losglück hoffen“, so von Coelln vor dem Start. Dabei kennen sich beide deutschen Teams bereits von der letztjährigen Deutschen Hochschulmeisterschaft. Damals standen sich Münster und Darmstadt im Finale gegenüber – mit dem besseren Ende für die Westfalen. Die Darmstädter spielen das erste Mal auf internationalem Hochschulparkett. Bei ihrer Premiere wird es dementsprechend vor allem darum gehen, die internationalen Erfahrungen mitzunehmen.