Volleyball: Rostock stürmt ins Halbfinale, München scheitert an Budapest
Bei den EUSA Games 2024 spielten sich die Volleyballer der Uni Rostock in einen Rausch, der am Ende mit der Goldmedaille belohnt wurde. Zwei Jahre später in Salerno ist das Team nach dem 3:1 im Viertelfinale gegen die Uni Bergen (Norwegen) auf dem besten Weg, diesen Triumph zu wiederholen. Den Grundstein legten die Rostocker dabei in den ersten Sätzen, die sie einmal souverän und einmal ganz knapp kurz vor Schluss für sich entschieden. Nachdem sich die Norweger im dritten Satz deutlich steigerten und verkürzten, „entscheiden dann am Ende zwei kleine Nuancen – heute zum Glück für uns“, sagte Trainer Peter Lange. Im Halbfinale wartet nun die Uni Timisoara aus Rumänien (Mittwoch, 18:30 Uhr).
Nach dem souveränen Gruppensieg der WG München war die Vorfreude auf das Viertelfinale gegen die Uni Budapest (Ungarn) groß. Die Ungarinnen erwischten jedoch den deutlich besseren Start und sicherten sich die ersten beiden Sätze. Mit einer wahren Energieleistung und mit der Unterstützung der Halle kämpften sich die Volleyballerinnen im dritten Satz zurück ins Spiel. Letztlich erwiesen sich die EUC-Champions von 2025 als das abgezocktere Team und zogen mit 3:1 ins Halbfinale ein. Trotz des Ausscheidens dürfen die Münchnerinnen auf eine starke Turnierleistung zurückblicken und spielen in den kommenden Tagen noch um Rang fünf.
Padel: Bochum spielt um Rang fünf
Das Viertelfinale gegen die Uni Sevilla war für die beiden Padel Frauen der WG Bochum vor allem eine einmalige Erfahrung. Gegen die beiden Profis unterlag das Team dementsprechend mit 0:2. Doch bereits am Nachmittag konnte Bochum das Gelernte umsetzen: In der Platzierungsrunde besiegte das Duo dank starker Leistung die Uni Rennes (Frankreich) und spielt am Mittwoch um Platz fünf mit dem klaren Ziel, diesen zu sichern.
Bei den Männern verpasste die WG Dortmund den Einzug in das Spiel um Rang neun, in dem die WG Köln als Gegner gewartet hätte. Auf einen Sieg am Vormittag gegen die TU Prag (Tschechien) folgte die wohl beste Turnierleistung der Dortmunder gegen die Uni Semmelweis aus Ungarn. Leider musste sich das Duo aber den an Position zwei gesetzten Ungarn geschlagen geben. Die WG Köln feierte dagegen Siege gegen die Uni Salerno (Italien) und die Donja Gorica (Montenegro) und hat am Mittwoch noch die Chance auf Gesamtplatz neun.
Koschmieder wahrt Chance auf Medaille im Tischtennis
Im Tischtennis wurden im Anschluss an den Teamwettbewerb die Einzel- und Doppelkonkurrenzen ausgetragen. Die Fahne der WG Leipzig hielt dabei Johann Koschmieder hoch: Während die anderen Athleten nicht über die Runde der letzten 32 kamen, zog der 25-Jährige mit zwei Siegen ins Viertelfinale ein und hat damit weiterhin Medaillenchancen.
Auch die Männer der WG Köln verkauften sich im starken Starterfeld teuer. Das Doppel aus Niclas Voss und David Wirtz zog souverän ins Achtelfinale ein, unterlag dort aber gegen ein kroatisches Duo von der Uni Zagreb mit 1:3. Als letzter Kölner Spieler war Marius Strahl in Einsatz. Gegen den ehemaligen Jugend-Europameister David Szantosi aus Ungarn (Uni Pecs) entwickelten sich sehenswerte Ballwechsel. Doch trotz seiner engagierten Leistung unterlag der Kölner 0:3.
Bei den Frauen aus Köln schafften Finnja Böhm und Charlotte Schönau den Sprung ins Viertelfinale. Gegen die Teamsiegerinnen vom Vortag (Uni Paris, Frankreich) verpassten die beiden aber die Runde der besten vier. Gerade im Doppel hatte das Team mit einer Medaille geliebäugelt, doch bei starker internationaler Konkurrenz dürfen alle Spielerinnen mit Stolz auf ihre Leistung blicken. Im Einzel fehlte gegen die europäische Spitze das nötige Losglück. Finja Böhm und Carolin Freude erreichten jeweils das Achtelfinale, schieden dort aber aus dem Turnier aus. Am Mittwoch sind damit keine Kölner Studierenden mehr im Tischtennis vertreten.
Beachhandball-Teams verpassen das Halbfinale
Für die beiden Mannschaften der WG Köln stand der Tag ganz im Zeichen des Kampfs um das Halbfinale. Mit Siegen am Vormittag verschafften sich beide Teams eine gute Ausgangssituation für dieses Ziel. Später unterlagen die Kölner Frauen jedoch der Uni Porto (Portugal) 0:2, während sich die Männer der Uni Budapest geschlagen geben mussten. „Ich bin stolz auf den Entwicklungsprozess der Spielerinnen und Spieler. Morgen werden wir versuchen das Maximum rauszuholen“, sagte Trainer Dennis Redlich, der mit den Teams jeweils noch um Rang fünf spielt.
Futsal: Mainzer Achtungserfolg gegen den Favoriten
Ungeschlagen und ohne Gegentor waren die Futsaler der Uni Split (Kroatien) bisher durch das Turnier gegangen und hatten sich als Favorit präsentiert. Doch die WG Mainz, für die das Viertelfinale schon vor Anpfiff nicht mehr erreichbar war, beendete diese Serie eindrucksvoll. Nach der Mainzer Führung zogen die Kroaten auf 5:2 davon, doch mit bester Mentalität drehten die Rheinhessen diesen Rückstand in ein 6:5 ihrerseits, ehe kurz vor Ende Spilt noch zum Ausgleich kam. „Nach so einem Rückstand gegen ein Top-Team noch einmal zurückzukommen hat uns auf jeden Fall viel Respekt eingebracht“, sagte Trainer Christian Wölfelschneider der das Spiel als Mutmacher auf dem Weg zum Minimalziel Platz 13 sah.
Die spielfreien Männer der WG Münster verpassten trotz drei Siegen aus vier Spielen das Viertelfinale aufgrund des Torverhältnisses im direkten Vergleich mit der Konkurrenz. Damit bleibt ihnen lediglich der Kampf in der Platzierungsrunde um den neunten Rang.
Basketballer der HU Berlin verpassen Gruppensieg, stehen aber im Viertelfinale
Im Spiel gegen die Uni Klaipeda aus Litauen ging es für das Berliner Basketball Team um den Gruppensieg. Gegen einen starken Gegner mit tiefem Kader hatte das Team von Beginn an Schwierigkeiten – vor allem in der Offensive. Zur Pause war die HU Berlin noch in Schlagdistanz, aber im dritten Viertel zogen die Litauer auf zwischenzeitlich 20 Punkte davon. Gegen Ende konnten die Berliner das Ergebnis noch etwas anpassen, an der 74:89-Niederlage gab es aber nichts mehr zu rütteln. „Heute müssen wir uns einfach klar geschlagen geben gegen einen starken Gegner, der sehr gut vorbereitet war. Wir hoffen, dass wir aus dem Spiel lernen, um übermorgen im Viertelfinale wieder angreifen zu können“, räumte Co-Trainer Max Haus ein.
