Erster Sieg im ersten Spiel für die HU Berlin | © EUG2026
19.07.2026 | Kategorie: Wettkampf , EUG , Padel

EUSA Games 2026: Münchner Volleyballerinnen buchen Viertelfinale, Padel und Basketball starten

Der zweite Tag bei den European Universities Games in Salerno ist Geschichte und für die Teams der deutschen Hochschulen standen zahlreiche Partien in den Vorrunden an. Während die Grundsteine im Volleyball und Futsal gelegt wurden, ist der Medaillentraum im Tischtennis bereits zu Ende. Zum ersten Mal war auch Padel Teil der Wettkämpfe.

Volleyball: Münchner Frauen holen Gruppensieg

Mit zwei Siegen im Rücken traten die Hochschulmadln der WG München im letzten Gruppenspiel gegen die Gastgeberinnen der Uni Salerno an. Von Beginn an waren die Münchnerinnen besser im Spiel und holten sich die ersten beiden Sätze. Doch Salerno gab sich vor heimischem Publikum nicht geschlagen und verkürzte mit dem Gewinn des dritten Satzes. Im hart umkämpften vierten Durchgang bewies die WG München die besseren Nerven und machte mit dem 3:1 den Gruppensieg perfekt. Damit hat das Team die optimale Ausganglage für das Viertelfinale am Dienstag.

Bereits am Mittag hatten die Männer der Uni Rostock gegen die Spanier von der Uni nachgelegt. Da die letzten beiden Duelle zugunsten der Norddeutschen ausfielen, gingen die Norddeutschen dementsprechend selbstbewusst in die Partie. Die ersten beiden Sätze waren lange ausgeglichen. Valencia hielt stark dagegen, doch jeweils nach der Satzmitte setzte sich Rostock entscheidend ab und entschied beide Sätze für sich. Nachdem die Spanier im dritten Satz verkürzen konnten, fand Rostock danach wieder besser zum eigenen Spiel und sicherte sich souverän den 3:1-Sieg. Am Montag spielt die Uni Rostock dann im direkten Duell um den Gruppensieg gegen die Uni Maribor (Slowenien).

Keine deutsche Medaille im Tischtennis

Im Tischtennis ging es für die deutschen Teams im Teamwettbewerb in die entscheidende Phase. Die Frauen der WG Köln gingen dabei ohne Niederlage durch die Gruppenphase und siegten gegen die Uni Durham (Großbritannien) und anschließend auch gegen die Uni Isparta aus der Türkei. Das zweite Match dauerte rund drei Stunden. Im Viertelfinale – dem vorgegebenen Mannschaftsziel – erwies sich die Uni Zagreb (Kroatien) als eine Nummer zu groß. Dennoch hielten die Kölnerinnen stark dagegen und konnten durch Carolin Freude zwischenzeitlich verkürzen, das 1:3 letztendlich aber nicht verhindern. 

Die Kölner Männer verloren zunächst ihr letztes Gruppenspiel gegen die Uni Zagreb und trafen dann im Achtelfinale auf die Uni Wien. Gegen die favorisierten Österreicher hielt das Team lange gut mit, musste aber nach dem 1:3 erhobenen Hauptes die Segel streichen.

Der Medaille ganz war nah dagegen die WG Leipzig. Die Silbermedaillengewinner von der EUC 2025 gewannen zunächst ihr Achtelfinale gegen die Sports Academy aus Aserbaidschan, scheiterten dann aber an den Favoriten von der Uni Zamość (Polen) mit 0:3. „Wir haben uns tapfer geschlagen und können mit unserer Leistung zufrieden sein, auch wenn es natürlich schade ist, dass wir dieses Jahr keine Medaille geholt haben“, sagte Johann Koschmieder. In den Einzel- und Teamwettbewerben haben alle Hochschulen in den kommenden Tagen noch weitere Chancen.

Basketballer der HU Berlin starten mit Sieg

Nach einem zähen Start, der durch eine Unterbrechung aufgrund der ausgefallenen Anzeigetafel versinnbildlicht wurde, kamen die Männer der HU Berlin ab dem zweiten Viertel besser in die Partie gegen die Uni Lissabon (Portugal) und stellten schon zur Pause die Weichen auf Sieg. Den Vorsprung gaben die Berliner nicht mehr aus der Hand und siegten letztlich auch verdient mit 69:54, auch wenn der Gegner trotz physischer Unterlegenheit guten Basketball spielte. „Ich glaube, unsere Teamchemie ist das Entscheidende. Wir sind alle Studenten, alle gut drauf und am Ende führt das dann auch zum Erfolg“, sagte Emanuel Mpacko nach dem Spiel.

Lange Zeit sah es so aus, als würde den Basketballerinnen der WG Freiburg der ehoffte Auftaktsiegt gelingen. Das Duell mit der Uni Zagreb aus Kroatien war über weite Strecken sehr eng, ehe sich die Freiburgerinnen im dritten Drittel mit 13 Punkten absetzen konnten. Ein beherzter Schlussspurt der Kroatinnen drehte das Kräfteverhältnis aber noch zu einem 88:80 zugunsten von Zagreb. Beste Scorerin der WG Freiburg war Luisa Marie Nufer mit 23 Punkten.

Siege für Münster im Futsal

In einer anfänglich sehr engen Partie lieferten die Männer der WG Münster eine taktische Meisterleistung ab und verteidigten leidenschaftlich auf höchstem Niveau gegen die Uni Salerno (Italien). Nach dem Führungstreffer durch Tobias Klostermann, der lange Zeit Bestand hatte, wurde das Ergebnis erst im zweiten Durchgang deutlicher, wobei das 8:1 am Ende nicht zwangsläufig das Kräfteverhältnis widerspiegelte. „Viel besser kann man es defensiv nicht machen“, resümiert Trainer Matthias Eulering.

Für die Futsalerinnen aus Münster, die ebenfalls gegen die Uni Salerno antraten, war das deutliche 4:0 bereits der zweite Sieg in Folge. Gegen tief verteidigende Italienerinnen gelang es dem Team dennoch, schöne Tore herauszuspielen und das Spiel über die gesamte Zeit zu dominieren. Am Montag geht es im letzten Gruppenspiel gegen die Uni Pristina (Kosovo) um den Gruppensieg (13:30 Uhr).

Keinen guten Tag erwischte dagegen die WG Mainz. Im Duell gegen die Uni Trondheim (Norwegen) mussten die Männer eine verdiente 2:7-Niederlage gegen ein eingespieltes Team einstecken und haben damit kaum noch Chancen auf das Viertelfinale.

Zum ersten Mal Padel bei den EUSA Games

Gegen das favorisierte Duo der Uni Sevilla hatten Simon Schiller und Lars Witkowski von der WG Dortmund nur wenig entgegenzusetzen und verloren trotz engagierter Leistung deutlich mit 0:2. Mit deutlicher Steigerung gelang den beiden am Nachmittag dann der erste Sieg gegen die Uni Brünn (Tschechien). Bei der WG Köln waren die Vorzeichen dagegen umgekehrt: Dem guten Start mit dem 2:0 gegen die Uni Benevento (Italien) folgte eine Niederlage gegen die Uni Zagreb. Für beide Teams geht es am Montag um den Einzug in die nächste Runde.

Die Frauen der WG Bochum unterlagen bei ihrer EUG-Premiere den Spanierinnen der Uni Barcelona.