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22.07.2026 | Kategorie: Wettkampf , EUG , Padel

Rostocker Volleyballer stehen im Finale der EUSA Games – Ende der Medaillenträume in Futsal und Tischtennis

Die erste Medaille der deutschen Hochschulen bei den European Universities Games 2026 in Salerno ist steht fest. Im Finale der Rostocker Volleyballer entscheidet sich am Donnerstag aber noch, ob es Gold oder Silber wird. Während die WG Münster im Futsal das Halbfinale verpasste, endeten die Wettkämpfe im Padel, Tischtennis und Beachhandball.

Volleyball: Uni Rostock steht im Endspiel

Wie bereits vor zwei Jahren zogen die Volleyballer aus Rostock in das Finale der EUSA Games ein. Im Duell mit der Uni Timisoara (Rumänien), die die Rostocker bereits aus einigen Matches in der Vergangenheit kannten, stand am Ende ein deutliches 3:0 auf der Anzeigetafel. Dennoch erwartete Trainer Peter Lange ein Duell auf Augenhöhe, das er in den ersten beiden Sätzen auch bekam – mit dem besseren Ende für seine Mannschaft. Erst im dritten Satz war die Gegenwehr aus Timisoara gebrochen und dank eines im Vergleich zur Gruppenphase enorm verbesserten Aufschlagspiels steht die Uni Rostock im Endspiel. „Letztendlich lief es im Angriff sehr gut. Wir haben immer gute und schlaue Lösungen gefunden und Rumänien gar nicht richtig ins Spiel kommen lassen“, lieferte Leon Pohl direkt die Analyse nach dem Sieg.

Im Duell zwischen der WG München und der Uni Zagreb (Kroatien) bekamen die Zuschauerinnen und Zuschauer eine echtes Volleyball-Highlight geboten: In einer hochklassigen und ausgeglichenen Begegnung lieferten sich beide Teams einen packenden Fünf-Satz-Krimi. Zagreb erwischte zwar den besseren Start, doch die Münchnerinnen zeigten die perfekte Reaktion, um in Sätzen zum 1:1 auszugleichen. Da sich dieser Spielverlauf wiederholte, musste das Match im Tiebreak entschieden werden. Dort entwickelte sich ein würdiger Abschluss einer hochklassigen Partie, in der die Kroatinnen in der entscheidenden Phase die etwas besseren Lösungen fanden und das Spiel 3:2 gewannen. Trotz der knappen Niederlage durfte die WG München mehr als stolz auf die gezeigte Leistung sein. Am Donnerstag steht im Spiel um den siebten Platz der letzte Auftritt in Salerno an.

WG Münster verpasst das Halbfinale im Futsal

Im Viertelfinale trafen die Futsalerinnen der WG Münster auf die Portugiesinnen der Uni Aveiro. Gegen die spielstarken Südeuropäerinnen zeigte Münster ein starkes Spiel und ging in der zweiten Halbzeit mit 3:1 in Führung, die das Team auch fast bis zum Ablaufen der Uhr verteidigt hätte. Doch etwas 90 Sekunden vor dem Ende gelang Aveiro der Ausgleich und davon beflügelt auch noch der 4:3-Siegtreffer in der regulären Spielzeit. „Auch wenn das Ergebnis bitter und die Enttäuschung groß ist, freuen wir uns auf die nächsten beiden Spiele um den 5. Platz“, sagte Nele Kesse.

Für die beiden Männer Teams der WG Mainz und der WG Münster nahm der Tag einen ähnlichen Verlauf. In der Platzierungsrunde verkauften sich beide Mannschaften teuer und mussten die Sieger nach Gleichständen über die reguläre Spielzeit im Penalty ermitteln. Gegen die Uni Danzig (Polen) ging der Mainzer Matchplan zunächst voll auf, doch mangelnde Chancenverwertung ließen den Gegner zum Ende der Partei zum 2:2 ausgleichen. Im Sechs-Meter-Schießen unterlag mit Mainz die spielerisch überlegene Mannschaft bitter den Polen.

Die Münsteraner verteidigten gegen das starke Team der Uni Kiew (Ukraine) leidenschaftlich und erzwangen in geschlossener Mannschaftsleistung das 4:4 nach 40 Minuten. „Im anschließenden Sechs-Meter-Schießen war das Glück nicht auf unserer Seite. Dennoch überwiegt der Stolz über eine starke Leistung“, sagte Spieler Jon Wollenteit. Am Donnerstag spielt Münster noch um den elften Rang, Mainz spielt um Platz 15.

Tischtennis endet ohne Medaille für deutsche Hochschulen

Zum Abschluss der Tischtennis Wettbewerbe hielt Johann Koschmieder von der WG Leipzig als letzter deutscher Athlet die Fahne hoch. Im Einzel trat der Student im Viertelfinale gegen den an Position eins gesetzten Ungarn David Szantosi von der Uni Pecs an. Der Leipziger kämpfte mit viel Leidenschaft, hatte aber Probleme, ins Spiel zu finden. Zwar konnte Koschmieder nochmal auf 1:2 verkürzen, doch unterlag letztlich seinem Gegner in vier Sätzen. Damit verpasste er die mögliche Einzelmedaille, die mit dem Erreichen des Halbfinals sicher gewesen wäre. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Turnier und habe hier den nächsten Schritt für mich gemacht“, sagte der 25-Jährige im Anschluss.

Letzter Tag im Padel

Zeitgleich und auf zwei Courts direkt nebeneinander trugen die Männer der WG Köln und von der WG Dortmund ihre letzten Matches in Salerno aus. Johannes Pilz und Ruben Esser mussten sich dabei zwei Ungarn von der Uni Semmelweis stellen, lieferten aber ein blitzsauberes Spiel ab und schlossen die EUSA Games damit auf Rang neun ab. „Die letzten vier Tage waren unglaublich schön: vier Tage purer Wettkampf und alles sehr fair. Ich hatte sehr viel Spaß und komme sehr gerne wieder“, sagte Spieler Johanes Pilz. Lars Witkowski und Simon Schiller aus Dortmund siegten ebenfalls in ihrem Platzierungsspiel gegen die Uni Donja Gorica (Montenegro) und freuten sich im Anschluss gemeinsam mit den Kölnern über ihren elften Platz.

Für die Frauen der WG Bochum endeten die Wettkämpfe mit einer Niederlage. Nach drei Sätzen unterlag das Duo im Spiel um den fünften Platz mit 1:2 gegen die Uni Zagreb. „Bei heißen Temperaturen haben wir heute leider nicht unser bestes Padel gezeigt und sind mit der Leistung nicht zufrieden. Trotzdem blicken wir insgesamt positiv auf das Turnier“, sagte Spielerin Celine Demironal. Bochum war bereits früh auf die beiden spanischen Top-Duos getroffen, die am Ende auch den Titel unter sich ausmachten. Der sechste Platz ist dennoch ein starkes Ergebnis, das optimistisch auf die kommenden Jahre blicken lässt.

Kölner Beachhandball-Teams landen auf Rang fünf

Mit jeweils zwei Siegen gingen die Frauen sowie die Männer der WG Köln als stärkste Teams durch die Platzierungsrunde. Die setzten sich in einem spannenden Spiel gegen die Uni Porto im Shoot Out durch und jubelten über den fünften Platz. Gleiches gelang auch den Frauen, die im letzten Spiel 2:0 gegen die Uni Ankara aus der Türkei. „Mit der Entwicklung beider Teams über das Turnier hinweg bin ich sehr zufrieden“, sagte Trainer Dennis Redlich, der mit den beiden Teams am heutigen Tag das bestmögliche Ergebnis herausgeholt hatte.