Alina Senger (links) und Daniel Holzwarth (rechts) auf dem Weg zum DHM-Titel
10.06.2026 | Kategorie: Wettkampf , DHM , Sportklettern

DHM Sportklettern 2026: Titel für Senger und Holzwarth

47 Studierende kamen am 6. Juni in Dresden zur Deutschen Hochschulmeisterschaft Sportklettern zusammen. Die Veranstaltung bot einen spannenden Wettkampf im Lead-Klettern, sportliche Höchstleistungen und ein gelungenes Rahmenprogramm, das die Teilnehmenden auch über den eigentlichen Wettkampftag hinaus zusammenbrachte.

In Kooperation mit dem Sächsischen Bergsteigerbund (SBB) stellte das Dresdner Hochschulsportzentrum (DHSZ) eine rundum gelungene Deutsche Hochschulmeisterschaft auf die Beine, die auch bei den Teilnehmenden durchweg positiven Anklang fand. So wurde der Bewertungsmodus der Qualifikation, die bei bestem Sommerwetter im Freien stattfand, ausdrücklich gelobt. Durch das Format – alle acht Routen in der Qualifikation mussten mit je einem Flash-Go absolviert werden – wurden viele Klettermeter gesammelt. Die Bewertung der Routen lag bei 6 bis 9+/10- bei den Frauen und 6+ bis 10 bei den Männern.

Als herausragend gut wurde von den Athletinnen und Athleten der Routenbau bewertet. Die Qualifikations- und Finalrouten boten abwechslungsreiche Kletterzüge und unterschiedliche Bewegungsanforderungen. Der Modus in der Qualifikation verlangte neben technischen Fähigkeiten und Kraft auch zusätzlich Ausdauer, da in den meisten nationalen Wettkämpfen des Deutschen Alpenvereins jeweils nur zwei Routen in der Qualifikation absolviert werden müssen. 

Senger & Holzwarth triumphieren nach anspruchsvollem Finale

Im Anschluss folgte das Finale, das an der Innenwand der Kletterhalle ausgetragen wurde. Hier lag die Schwierigkeit im oberen neunten Grad bei den Frauen und im zehnten bei den Männern. Neben erfahrenen Wettkampfkletterinnen und -kletterern hatten sich auch Athletinnen und Athleten f qualifiziert, die zuvor noch nie ein Finale eines Kletterwettkampfs erreicht hatten. Gleichzeitig sorgte diese Mischung aus Erfahrung und neuen Gesichtern für besondere Stimmung, das Publikum unterstützte alle Finalistinnen und Finalisten lautstark.

Die Finaltouren verlangten den Athletinnen und Athleten noch einmal alles ab, doch sollte es nicht gelingen, die Routen zu toppen. Mit einer Wertung von 38 (vier Züge unter dem Top) waren Alina Senger (TU München) und Christina Kautzner (LMU München) im Finale gleichauf. Durch das höhere Ergebnis aus der Qualifikation sicherte sich Senger den Titel. Der dritte Platz ging an Louise Heidemann von der RWTH Aachen

Bei den Männern fand Daniel Holzwarth von der TU Dresden im mittleren Teil der Route eine kreative Stelle, um sich auszuruhen (s. Bild) und konnte anschließend bis knapp unters Top (Griff 30) weiterklettern. Das brachte ihm nach seiner Platzierung in der Qualifikation den Deutschen Hochschulmeistertitel. Dahinter komplettierten Leander Wesser (Uni Bayreuth) und Nolann Renard (Uni Leipzig) das Podest.

Auch nach dem Wettkampf stand das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt. Am Tag nach der DHM hatte das Dresdner Hochschulsportzentrum gemeinsam mit dem SBB einen gemeinsamen Ausflug ins Elbsandsteingebirge organisiert. Die Region gilt als Wiege des Freikletterns und besitzt mit ihrer langen Geschichte eine besondere Bedeutung für den Klettersport. Für viele Teilnehmende bot sich dabei die erste Gelegenheit, diese besondere Form des Kletterns selbst kennenzulernen und auszuprobieren. 

Im Juni 2029 wird es aller Voraussicht nach ein Wiedersehen der Klettergemeinde in Dresden geben, da im Rahmen des Mulisport-Events Dresden29 auch die DHM Sportklettern geplant ist.

Hier geht’s zu den Ergebnissen der DHM Sportklettern – im Re-Live kann das Finale nochmal miterlebt werden:

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