Die Anwesenden tauschten sich zunächst zur aktuellen Situation an den Hochschulen und in den Unterstützungssystemen des Spitzensports aus. Dabei standen die Anforderungen für die Vereinbarkeit von Spitzensport und der akademischen Ausbildung im Vordergrund. Als zentrale Hürde wurde von allen Beteiligten eine bundesweit einheitliche Zugangsregelung zum Studienplatz identifiziert. Spitzensportlerinnen und Spitzensportler sind darauf angewiesen, ihren Ausbildungsort in Abhängigkeit vom für sie vorgesehenen Trainingsstandort auswählen zu können.
Als zweites wichtiges Thema wurde die immer noch weiter zu verbessernde Flexibilisierung der Studienorganisation benannt. Die Rahmenbedingungen des Bachelor- und Mastersystems stellen erhöhte Anforderungen an die Athletinnen und Athleten, die durch geeignete Regelungen in den Prüfungsordnungen kompensiert werden sollten.
Die AG wird daher gemeinsam mit dem DOSB die Inhalte des Vertragswerkes Partnerhochschulen des Spitzensports unter Berücksichtigung der sich verändernden Studienanforderungen prüfen und Vorschläge zur Anpassung des Kriterienkataloges entwickeln.
Im Anschluss an den umfangreichen Einstieg, aus dem zahlreiche Arbeitsaufträge für die Gruppe resultierten, wurde die Beteiligung des adh am EU Projektantrag des Europäischen Netzwerkes EAS zum Thema Dual Career Ambassadors – European Partnership on Sport von Paul Wedeleit und Jörg Förster erläutert. Beteiligt sind neben dem adh, das Europäische Netzwerk EAS, das Europäische Institut für Sport und Beruf EOSE, der Europäische Hochschulsportverband EUSA, die Rovaniemi Universität für angewandte Wissenschaften (FIN), die Universität Rom (ITA), die Universität Maribor (SLO) und die Universität Brüssel (BEL). Eine Entscheidung zur Bewilligung des Projektes durch die EU wird im Oktober fallen und die Partnerhochschulen des Spitzensports werden dann im Rahmen der adh-Vollversammlung darüber informiert.
