Richard Vogelsang in diesem Jahr nicht zu schlagen
Eigentlich ist Richard Vogelsang jedes Wochenende bei einem Volks- oder Straßenlauf am Start und berichtet darüber auch gerne über YouTube. Für seine dritte Teilnahme am adh-Hochschullauf hatte sich der ehemalige Student der Uni Leipzig den Halbmarathon in Kassel ausgesucht. Während in Nordhessen „nur“ ein zweiter Platz heraussprang, krönte sich der 26-Jährige mit unglaublichen 18,4 Kilometern auf dem virtuellen adh-Podest zum Sieger. „Der adh-Hochschullauf gibt immer im Herbst eine besondere Motivation und es gehen so viele Leute an ihre Grenzen, die vielleicht sonst nicht so ambitioniert sind und sich bei einem großen Lauf anmelden würden“, schätzt Vogelsang das Format.
Auch der Zweitplatzierte Tim Althuon sammelte seine 17,67 Kilometer im Rahmen einer großen Laufveranstaltung: Beim Halbmarathon in Baden-Baden startete der 30-Jährige als Alumni vom KIT Karlsruhe. Im Gegensatz zum Hochschullauf verpasste er aber vor Ort das Podium denkbar ärgerlich: Althuon verlief sich auf der Strecke und büßte dabei rund eine Minute ein.
Tim Faruss von der RWTH Aachen wollte den Halbmarathon in Kopenhagen als hartes Tempotraining nutzen. Im Ziel durfte er sich zudem über 16,37 Kilometer und den dritten Rang beim adh-Hochschullauf freuen. Neben der Bestätigung seiner persönlichen Halbmarathon-Bestzeit machte ein weiterer Umstand den Lauf für den 31-Jährigen besonders: „Parallel zum Halbmarathon fand in Kopenhagen die Weltmeisterschaft im Straßenlauf statt, was dem Rennen eine besondere Atmosphäre gegeben hat“
„Der adh-Hochschullauf fördert den Teamgeist am Lehrstuhl. Jeder kann mitmachen und wir laufen gemeinsam als Gruppe statt jeder für sich“, so Faruss, der eine Teilnahme auch im nächsten Jahr wieder anpeilt.
Kassel, London, München: Rekord für Nina Reuter
Beim Auslaufen in Kassel lernte Nina Reuter Richard Vogelsang kennen und stellte wenig später fest, dass sie nicht nur den Halbmarathon, sondern genau wie er den adh-Hochschullauf in beeindruckender Manier gewonnen hatte. Die ehemalige Studentin der HöMS Wiesbaden und EM-Teilnehmerin in diesem Jahr setzte mit 17,16 Kilometern zudem eine neue Bestmarke bei den Frauen.
Dahinter landete Theresa Chioma Böttel auf dem zweiten Rang. Die Medizin-Studentin der Uni Heidelberg befindet sich für ein Praktisches Jahr in England und wählte den Regent’s Park London für ihre letzte Tempoeinheit vor dem Berlin Marathon. Auch die angestrebten 15 Kilometer erlief die 26-Jährige, die sich trotz großer Distanz den anderen Teilnehmenden verbunden fühlte: „Obwohl ich mich gerade fernab meines Hochschulortes befinde und meines Wissens die einzige Teilnehmerin meiner Universität war, fühlte ich mich beim Laufen nicht allein. Es war schön, zu wissen, dass gleichzeitig an ganz vielen unterschiedlichen Orten andere Studierende ebenfalls ihre Kilometer sammelten.“
„Seit meiner ersten Teilnahme 2023 ist der adh-Hochschullauf ein fester Bestandteil meiner Trainings- und Wettkampfplanung“, sagte Sarah Bischoff, die mit 14,73 Kilometern erneut aufs Podium lief. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin der HS Augsburg drehte ihre Runden in diesem Jahr um den Fasaneriesee in München und kam dabei auch in den Genuss anfeuernder Spaziergängerinnen und Spaziergänger. „Der adh-Hochschullauf verbindet meine Leidenschaft zum Sport, Uni und mittlerweile auch zum Beruf miteinander. Eine Teilnahme empfehle ich unbedingt“, appellierte die Drittplatzierte an Studierende, Mitarbeitende und Ehemalige der adh-Mitgliedshochschulen.
Weitere Infos zum adh-Hochschullauf 2026.