Netzwerk- und Interessenvertretung weiter stärken
Im Zuge des laufenden Strategieprozesses diskutierte der Länderrat unter Leitung des Länderratssprechers Juri Ramke die künftigen Schwerpunkte der Verbandsarbeit. Eine zentrale Rolle soll die Netzwerkarbeit auf unterschiedlichen Ebenen und für verschiedene Zielgruppen spielen. Gleichzeitig soll die politische Interessenvertretung auf lokaler, Landes- und Bundesebene weiter gestärkt werden. Angesichts begrenzter Ressourcen gilt es, Arbeitsfelder künftig noch klarer zu priorisieren und zusätzliche Fördermöglichkeiten zu erschließen. Eine wichtige Grundlage für die politische Arbeit soll auch die angekündigte Grundsatzentschließung der Hochschulrektorenkonferenz zum Hochschulsport bilden.
Leistungen sichtbarer machen, Wissensaustausch verbessern
Intensiv beschäftigte sich der Länderrat mit der Kommunikation des Verbands. Deutlich wurde der Wunsch, Impulse aus der Strategieentwicklung sowie die vielfältigen Leistungen der Hochschulsporteinrichtungen noch sichtbarer zu machen. So sollen unter anderem die Beiträge des Hochschulsports zu Gesundheit, Bildung, gesellschaftlicher Teilhabe und ehrenamtlichem Engagement weiterhin in den Fokus rücken.
Ergänzend dazu sollen spezifische Formate für die adh-Mitgliedshochschulen den Wissensaustausch verbessern und Informationen zu Lobbyarbeit, Gremienprozessen und strategischen Entwicklungen gebündelt zugänglich machen.
Zukunft der Vollversammlung gemeinsam gestalten
Auch die zukünftige Gestaltung der adh-Vollversammlung nahm breiten Raum ein. Steigende Kosten für Verband und Mitgliedshochschulen sowie die finanzielle Belastung insbesondere studentischer Delegierter machen eine Weiterentwicklung des Formats erforderlich. Gleichzeitig soll der Raum des parlamentarischen Teils der Vollversammlung erhalten und ausreichend Zeit für Vernetzung und Debatte gesichert werden. Der Länderrat bat den Vorstand, entsprechende Szenarien zu entwickeln und diese mit der Mitgliedschaft zu diskutieren.
Wettkampfsport weiterentwickeln
Aus der Wettkampfkommission wurden Überlegungen zur Weiterentwicklung des nationalen Wettkampfsports eingebracht. Deutsche Hochschulmeisterschaften sollen weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Gleichzeitig sollen organisatorische Regelungen – wie beispielsweise der DHM-Turnus - überprüft und innovative Wettkampfformate weiterentwickelt werden.
Finanzielle und rechtliche Rahmenbedingungen im Blick
Mit Blick auf die kommenden Jahre beschäftigte sich der Länderrat zudem mit veränderten finanziellen und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen. Der adh will hierzu den Austausch verstärken, Informationen aus den Ländern bündeln und das Thema weiter vertiefen.
Austausch und Beteiligung stärken
Auch die eigene Arbeitsweise nahm das Gremium kritisch in den Blick. Künftig sollen Sitzungen stärker durch thematische Schwerpunkte geprägt und die aktuell relevanten Diskussionen und Entwicklungen der Länder systematischer eingebunden werden. Dazu sollen Themen aus den Landeskonferenzen strukturierter in den Länderrat einfließen. Zugleich sprach sich die Runde für mehr Möglichkeiten zum persönlichen Austausch aus. Mindestens eine Präsenzsitzung pro Jahr soll geprüft werden. Ein weiterer Fokus liegt darauf, die Beteiligungsmöglichkeiten für Studierende zu verbessern.
Die Ergebnisse der Sitzung fließen nun in die weitere Arbeit von Vorstand, Geschäftsstelle und Landeskonferenzen ein. Mit Blick auf die 121. adh-Vollversammlung am 22. und 23. November 2026 in Bielefeld stehen in den kommenden Wochen weitere Beratungen zu zentralen Anträgen und zur zukünftigen Verbandsentwicklung an.
