30.06.2009 | Kategorie: Basketball , national , 2009

adh-Pokal Basketball: TU Kaiserslautern Meistertitel

Die Basketballer der TU Kaiserslautern haben am Sonntag den MLP-adh-Pokal zuhause in ihrer Uni-Sporthalle gewonnen. Im Finale besiegten die Lauterer den Titelverteidiger BTU Cottbus.

Nach ihrem Sieg mit 49:35 (21:22) dürfen sie sich damit nun Deutscher Meister der kleinen Hochschulen mit einer Studierendenzahl von unter 12.000 nennen. Der Jubel auf Seiten der Gastgeber war grenzenlos. „Ich denke, wir haben es jetzt auch einfach mal verdient", strahlte Hauptorganisator Matthias Seifert nach dem gewonnenen Endspiel.

Drei Mal in Folge hatte zuletzt die BTU Cottbus triumphiert und ausgerechnet vor eigenem Publikum gelang nun der lang ersehnte Cup-Erfolg sowie gleichzeitig die Revanche für die Final-Niederlage im Vorjahr. „Man hat schon gemerkt, dass dieses Turnier den Spielern sehr wichtig ist", befand Seifert. Während sich Titelverteidiger Cottbus in den Gruppenspielen und im Halbfinale keinerlei Blöße gegeben hatte und der Reihe nach die Teams der FH Rosenheim (57:44), der Uni Koblenz-Landau (53:46), der PH Freiburg (74:35) und die WG Koblenz (57:44) besiegt hatte, war der Weg ins Endspiel für die TU Kaiserslautern durchaus steinig. Nach Siegen am Samstag über die WG Ulm (61:38) und die Uni Hohenheim (63:27) unterlagen die Gastgeber im letzten Gruppenspiel der WG Koblenz mit 42:55 und zogen letztlich nur aufgrund der besseren Korbdifferenz ins Halbfinale gegen Rosenheim ein. Dort machte sich dann allerdings die gezielte Vorbereitung bezahlt (47:37). Unter der Leitung von Jan Christmann, seines Zeichens Dozent für Sportwissenschaft an der TU und früher langjähriger Trainer bei den Zweitliga-Basketballern Kaiserslautern Braves, hatte sich die Mannschaft rund um Nationalmannschaft-Kader-Mitglied Tim Schwartz von den Teckpro Braves, Kapitän Thomas Erb vom BBC Mehlingen und den luxemburgischen Nationalspieler Christian Weisen mehrere Wochen intensiv auf das Turnier vorbereitet. „Das Training war sicherlich der Schlüssel zum Erfolg", analysierte Seifert den entscheidenden Unterschied im Vergleich zur „zusammengewürfelten Truppe", die im Vorjahr knapp gescheitert war.

Bei aller sportlichen Fairness und Gelassenheit, die den Wettbewerb sonst prägten, ging es im Finale mächtig zur Sache. Zumal es nicht nur das Aufeinandertreffen der beiden mit Abstand besten Teams sondern auch das der lautstärksten Fangruppen war. Sowohl das Lauterer Heimpublikum als auch die mitgereiste Cottbusser Anhängerschaft sorgten mit Trommel, Tröten und Klatschen für eine prächtige Stimmung in der Unisporthalle. Und so entwickelte sich ein packendes Endspiel auf hohem Niveau, in dem die Gäste den deutlich besseren Start erwischten (11:4). Wegen einer schwachen Korbausbeute verspielten sie aber schon im zweiten Viertel ihren 7-Tore-Vorsprung, sodass es mit 21:22 aus Kaiserslauterer Sicht in die Halbzeitpause ging. Beide Teams waren in der Folge ebenbürtig und lieferten sich bis zum Schluss einen absolut offenen Schlagabtausch. Erst zur Mitte des letzten Viertels gelang es dann der TU Kaiserslautern dank eines nun enorm aufdrehenden Tim Schwartz davon zu ziehen und die Partie mit 49:35 relativ deutlich für sich zu entscheiden. Dritter wurde die FH Rosenberg, die sich im kleinen Finale mit 59:57 gegen Koblenz durchsetzte.

„Insgesamt ein voller Erfolg", bilanzierte Seifert abschließend und will nun den MLP-adh-Pokal im nächsten Jahr an gleicher Stelle austragen