14.10.2014 | Kategorie: Bildung , 2014 , TopNews

Seminar: „Führung im Kontext einer flachen Hierarchie“

Am vergangenen Donnerstag und Freitag waren knapp 20 Leitungskräfte beim Hochschulsport Hannover zu Gast, um im Rahmen des Workshops „Führung im Kontext einer flachen Hierarchie“ an ihren Führungsqualitäten zu arbeiten. Die Bildungsveranstaltung, die der Ausschuss für Chancengleichheit und Personalentwicklung (ACPE) im Rahmen der Reihe „Führen im Hochschulsport“ initiiert hat, wurde von Gabriele Freytag (Führungsakademie des DOSB) moderiert.

Zunächst wurden die beiden zentralen Leitungsaufgaben thematisiert, die eine Führungskraft in Einklang bringen muss: Das  Erreichen der Einrichtungsziele sowie das Zusammenhalten des Teams. Anschließend wurden die strategischen, strukturellen und personellen Besonderheiten erörtert, die im typischerweise wenig hierarchisch organsierten Feld des Hochschulsports zu beachten sind. Exemplarisch seien hier die Sachzieldominanz, die Sonderrolle des Hochschulsports an den Hochschulen sowie der Umgang mit vielen unterschiedlichen Mitarbeitergruppen genannt. Es wurden Führungsambivalenzen aufgedeckt, die ein besonderes Abwägen erfordern. So gilt es, ein gutes Gleichgewicht bezüglich Nähe und Distanz, Vertrauen und Kontrolle, Gleichbehandlung und Einzelfalllösung sowie Ordnung und Innovation zu halten. Unterschiedliche Führungswerkzeuge wie zum Beispiel Stellenbeschreibungen, Zielvereinbarungen, Mitarbeitergespräche und Feedback wurden in Kleingruppen hinsichtlich ihrer Brauchbarkeit in unterschiedlichen Situationen bewertet.

Besonders aufschlussreich war die Einheit über Mitarbeitermotivation; auch weil noch einmal klar geworden ist, wie wichtig das Verständnis dessen ist, was die Mitarbeitenden antreibt und mit welchen Angeboten ihre intrinsische Motivation befördert werden kann. Zum Abschluss wurde die Führungskommunikation mittels Simulationen praktischer Beispiele geübt.

„Die Veranstaltung war ein voller Erfolg – nicht nur weil Gabriele Freytag mit ihrer ausgewogenen Moderation, gezieltem Input und vielen situationsbezogenen Tipps für viele Erkenntnisse sorgte, sondern auch, weil sich alle Teilnehmenden mit großer Offenheit, gegenseitiger Hilfestellung und vielen Anregungen aus der eigenen Praxis einbrachten“, resümierte adh-Bildungsvorstand Moritz Mann.