Foto: dsj/Giulia Iannicelli
29.10.2026 | Kategorie: Bildung , Allgemein , 2026

dsj-Vollversammlung stellt Weichen für die Zukunft des Kinder- und Jugendsports

Die Vollversammlung der Deutschen Sportjugend (dsj) hat am 24. und 25. Oktober 2026 in Nürnberg wichtige personelle und inhaltliche Entscheidungen getroffen. Rund 250 Delegierte diskutierten unter dem Motto „Bewegen, stärken, entwickeln“ über die Zukunft des Kinder- und Jugendsports. Für den adh nahmen Vorstandsmitglied Dirk Kilian und die studentische Vertretung Jules Giron teil.

Neuer dsj-Vorstand gewählt

Im Mittelpunkt der Vollversammlung standen die Neuwahlen des dsj-Vorstands für die Wahlperiode 2026 bis 2030. Zum neuen Vorsitzenden wurde Dominic Ullrich von der Deutschen Leichtathletik-Jugend gewählt. Er folgt auf Stefan Raid, der nach zehn Jahren Vorstandstätigkeit nicht erneut kandidierte. Zur zweiten Vorsitzenden wurde Keren Vogler von der MAKKABI Deutschland Jugend gewählt, die künftig auch die Perspektive der Sportverbände mit besonderen Aufgaben (SVmbA) im Vorstand vertritt.

Dirk Kilian nahm neben seiner Funktion als adh-Vorstandsmitglied auch als Sprecher der Sportverbände mit besonderen Aufgaben an der Vollversammlung teil. Gemeinsam mit Jules Giron vertrat er die Interessen des Hochschulsports und brachte dessen Perspektiven in den Austausch mit den Jugendorganisationen ein. Zu den politischen Gästen zählte unter anderem auch Theresa Schopper, baden-württembergische Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen und Vorsitzende der Sportministerkonferenz.

Jugendbeteiligung und Sportentwicklung im Fokus

Inhaltlich beschäftigte sich die Vollversammlung mit der Frage, wie sich Freude an Bewegung, persönliche Entwicklung und sportliche Leistung miteinander verbinden lassen. Diskutiert wurden insbesondere die Stärkung des Kinder- und Jugendsports, bessere Zugänge zu Bewegung sowie die Beteiligung junger Menschen an sportpolitischen Entscheidungsprozessen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die mögliche Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele in Deutschland. Die Delegierten diskutierten, wie eine Bewerbung langfristige Impulse für den Breiten- und Jugendsport setzen und junge Menschen aktiv in die Gestaltung einbeziehen kann.

Darüber hinaus beschlossen die Delegierten Änderungen der dsj-Jugendordnung. Dazu zählen die Weiterentwicklung des Vorstandsmodells, die Verlängerung der Wahlperiode auf vier Jahre und die Verankerung des Safe Sport Code zur Stärkung des Schutzes junger Menschen im organisierten Sport.