Schon zu Beginn deutete Team Studi das eigene Leistungsvermögen an und überzeugte mit zwei Siegen gegen Frankreich und Libanon sowie einem Unentschieden gegen Finnland in der Gruppenphase. Zudem rang die Mannschaft zum Auftakt den Favoritinnen und späteren Siegerinnen aus Brasilien ein 2:4 ab, bei dem Deutschland zweimal in Führung ging. Als Gruppenzweiter war Deutschland damit für das Halbfinale qualifiziert.
Dort unterlag das Team zunächst 0:3 gegen Portugal, ehe im Spiel um Platz drei die Gastgeberinnen aus Polen warteten. Der Heimvorteil trug diese zu einem 2:0 Sieg, weswegen Team Studi das Podium und die Bronzemedaille knapp verpasste.
Doch der vierte Platz besitzt für adh-Disziplinchef Georg von Coelln deutlich höhere sportliche Wertigkeit, als das reine Endergebnis vermuten lässt. Während Deutschland ausschließlich mit einer Auswahl Studierender antrat, verfügten zahlreiche gegnerische Nationen über eine enge Verzahnung zwischen Hochschulsport und ihren jeweiligen Nationalmannschaften. Brasilien, Frankreich, Portugal und Polen konnten auf Spielerinnen mit Erfahrung im A-Nationalteam zurückgreifen – Deutschland besitzt derzeit keine Frauen-Nationalmannschaft.
Darüber hinaus waren andere Nationen auch mit größeren Stäben an Betreuerinnen und Betreuern angereist, während Deutschland die Aufgaben mit einem kleineren Funktionsteam bewältigen musste.
Historischer Erfolg für Team Studi
Entgegen aller Vorzeichen gelang es der Mannschaft, sich im Turnierverlauf kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dabei betonte der Disziplinchef vor allem die hohe taktische Disziplin sowie die große Lernbereitschaft aller Spielerinnen im Kader.
Der historische Erfolg von Team Studi, das sich erstmal bei einer WUC ins Halbfinale spielte, ist der Lohn dieser Entwicklung, mit der sich das Team unter den besten Hochschulmannschaften der Welt etablierte.
Das Turnier verdeutlicht das vorhandene Entwicklungspotenzial des Frauen-Futsals in Deutschland. Die gezeigten Leistungen bilden eine hervorragende Grundlage für zukünftige internationale Maßnahmen des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands und unterstreichen den Wert einer kontinuierlichen Förderung im Hochschulsport.
