30.06.2026 | Kategorie: Wettkampf , DHM , adh-Open

Triathlon, Ultimate Frisbee & Lacrosse: Hochschulsport unter Extrembedingungen

Seit Tagen kämpft Deutschland mit enormer Hitze. Auch am Wochenende mussten Wettkampfveranstaltungen Lösungen für das heiße Wetter finden. Während die Strecke bei der DHM Triathlon in Bayreuth verkürzt wurde, arbeiteten die Ausrichter bei der DHM Ultimate Frisbee in Heidelberg und der adh-Open Lacrosse in Leipzig mit angepassten Spielplänen.

Lena Riedel und Oskar Weber siegen bei DHM Triathlon

Die Deutsche Hochschulmeisterschaft Triathlon wurde am 28. Juni erfolgreich im Rahmen des TenneT Powertriathlons am Trebgaster Badesee ausgetragen. Gemeinsam mit der Universität Bayreuth und dem ATS Kulmbach gelang die Einbettung in eine etablierte Veranstaltung. Insgesamt gingen 37 Athletinnen und Athleten von 18 Hochschulen in einer eigenen DHM-Startwelle ins Rennen. Bei über 35 Grad erwies sich der Wettkampf als pure Herausforderung, weswegen die Laufstrecke auf Empfehlung des Bayerischen Roten Kreuzes um eine Runde verkürzt wurde.

Wegen eines Sturzes musste Eva Estler (Uni Tübingen) leider kurzfristig ihre Teilnahme absagen. Lena Riedel (Uni Jena) legte in Abwesenheit der Top-Favoritin einen Start-Ziel-Sieg hin und wurde Deutsche Hochschulmeisterin in 51:48,70 Minuten. Dahinter landeten Hannah Graf (Uni Tübingen) und Maja Gießmann (HS Ansbach) auf dem Podium.

Bei den Männern wurde bereits früh ein hohes Tempo angeschlagen: Eric Ermisch (Universität Potsdam) führte nach dem Schwimmen vor Leon Raeder (Uni Lübeck) und Oskar Weber (Uni Kassel). Auf dem Rad setzte sich Weber insbesondere in Runde zwei entscheidend ab und sicherte sich mit rund 30 Sekunden Vorsprung den schnellsten Split. Diesen brachte er auf der Laufstrecke souverän ins Ziel und gewann in 44:14,66 Minuten. Raeder folgte auf Rang zwei, Jan Pluta (Uni Mannheim) arbeitete sich vom fünften Platz nach dem Schwimmen noch den Bronzerang vor.

In der Teamwertung der Männer setzte sich die WG Hamburg mit Maurice Last, Florian Zogmann und Max Leon Rieke durch. Rang zwei ging denkbar knapp an die Uni Bayreuth, nachdem bei Punktgleichstand die Gesamtzeiten entscheiden mussten, vor der Uni Göttingen. Bei den Frauen siegte die TU Chemnitz vor der Uni Göttingen.

Nils Arnecke, adh-Disziplinchef Triathlon, zog ein positives Fazit: „Hitze, Tempo und Spannung bis zum Schluss – die Aktiven haben heute alles abgerufen. Ich gratuliere den neuen Deutschen Hochschulmeisterinnen und Hochschulmeistern!“ Janina Wey, Vertreterin der Uni Bayreuth und studentisches Vorstandsmitglied im adh, ergänzte: „Unter diesen anspruchsvollen und heißen Bedingungen war das Engagement vor Ort alles andere als selbstverständlich. Mein herzlicher Dank geht an alle Organisatorinnen und Organisatoren, Helferinnen und Helfer sowie Partner, die mit vollem Einsatz zum Erfolg beigetragen haben.“

DHM Ultimate Frisbee: WG Karlsruhe ungeschlagen zum Titel

15 Teams waren am Wochenende (27./28. Juni) auf dem Gelände des Sportinstituts der Uni Heidelberg zu Gast, um die DHM Ultimate Frisbee im Mixed auszuspielen. Bei außergewöhnlich heißen Temperaturen bot das Gelände mit vielen Schattenplätzen gute Bedingungen. Außerdem reagierten der Ausrichter mit einem Hitzespielplan, der kürzere Spiele und längere Pausen vorsah, und mit viel Wasser an den Spielfeldern auf die Bedingungen. Kühle Getränke und eine Slush-Maschine wurden von den Teilnehmenden entsprechend gut angenommen.

Ohne Niederlage und mit einem eindeutigen Sieg im Finale gegen die amtierenden Champions der WG München triumphierte am heißen Sonntagnachmittag die WG Karlsruhe. Auf dem dritten Platz landete die Uni Frankfurt, die sich nicht nur über die bronzene Nadel, sondern auch noch über den Spirit Sieg freuen durfte.

In der Fair-Play Wertung hatte das Team nach sieben Spiele einen hervorragenden Schnitt von 11,86 Punkten und landeten so nur sehr knapp vor der Uni Tübingen, die einen Schnitt von 11,83 Punkten erzielte. Auch der gesamte Spirit des Turniers war mit im Schnitt 11,08 Punkten pro Mannschaft überdurchschnittlich gut.

Pools gegen Hitze bei adh-Open Lacrosse

Dass die adh-Open Lacrosse ausgerechnet am heißesten Wochenende des Jahres stattfinden sollte, stellte sowohl für Teilnehmende als auch die Organisation eine enorme Herausforderung dar. Die Lösung brachte ein Hitzeschutzkonzept, welches unter anderem die Bereitstellung mehrerer Pools sowie von unzähligen Packungen Elektrolyten und Traubenzucker beinhaltete. Die große Bereitschaft und Spiellaune der angereisten Teams taten ihr Übriges dazu bei.

Rund 140 Spielerinnen und Spieler trotzen tapfer der Hitze, lieferten sich faire Wettkämpfe und konnten durch eine Umplanung des Spielplans – eine hitzebedingte Pause zwischen 12 und 18 Uhr – auch noch die Schönheit der Leipziger Badeseen kennenlernen. 

Am Ende eines kräftezehrenden Turniers krönte sich in der „High Contact“ Disziplin die Spielgemeinschaft Göttingen/Köln zum Champion. Bei der „Low Contact“ Variante ging der Sieg an die SG Rhein Main – bestehend aus Studierenden aus Frankfurt, Darmstadt, Mainz und Würzburg. Die Stimmung blieb durchweg positiv und auch kleine Hindernisse änderte daran nichts.