„Diese DHM war die beste, die wir in den letzten Jahren miterleben durften“, „absolut klasse“, „geniale Stimmung“, – so lesen sich die Gästebucheinträge auf der Homepage der Deutschen Hochschulmeisterschaften Schwimmen 2009 in Hannover. Unter dem Motto HANNOVERLOCKT kamen vom 15. bis 17. Mai 2009 sowohl Breiten- als auch Wettkampfsportlerinnen und Sportler im Stadionbad Hannover zusammen, die gemeinsam um Titel und Qualifikationszeiten kämpften. Ein reibungsloser Ablauf, kurze Wege zu den verschiedenen Veranstaltungsorten und ein professionell durchgeführter Wettkampf schafften ideale Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Sportveranstaltung.
Sportliche Höhepunkte
Die gute Stimmung in der Halle übertrug sich bei vielen Athletinnen und Athleten auch auf ihre sportlichen Leistungen. Die Kölnerin Kerstin Vogel glänzte mit neuen persönlichen Bestzeiten über 50 Meter Brust und 50 Meter Freistil. Über die Bruststrecke sicherte sie sich sogar das Ticket zur Universiade in Belgrad. Gleiches gelang dem Neu-Magdeburger Helge Meeuw über die 100 Meter Rücken schon im Vorlauf, bevor er sich im Finale in der der Zeit von 0:53,82 sogar für die diesjährigen Weltmeisterschaften in Rom qualifizierte. Dass der 14-fache Olympiasieger Michael Phelps am selben Wochenende nur drei Hundertstel-Sekunden schneller unterwegs war, beweist, dass Meeuw auch im internationalen Vergleich mit den ganz Großen mithalten kann.
Auch die gut aufgelegte Männer-Staffel der Gastgeber aus Hannover konnte sich gegen die Konkurrenz klar durchsetzen. Mit dem Sieg über die 4x100 Meter Lagen sowie über die 4x100 Meter Freistil sicherten sich die Hannoveraner nicht nur einen Platz in den Annalen des adh, sondern auch einen sehr respektablen fünften Rang in der Gesamtmannschaftswertung. Ein weiteres Glanzlicht setzte die Damen-Mannschaft des SC Wiesbaden: Bevor am Samstagnachmittag der Startschuss zu den „normalen“ Finals fiel, pulverisierte sie den 15 Jahre alten Deutschen Rekord über die 4x50 Meter Schmetterling. Unter den Augen zahlreicher Prominenter aus dem deutschen Schwimmsport und der lokalen Politik wurde die neue Rekordzeit von 1:51,90 offiziell anerkannt.
Kooperationen zur Förderung des Hochschulsports
Am Beckenrand wurde auch über eine engere Zusammenarbeit zwischen der Schwimmsparte des adh und dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) beraten. Tjark Schroeder (Vorsitzender der Fachsparte Schwimmen des DSV) und Manfred Dörrbecker (Referent Mannschaftswettbewerbe, Rekorde und Bestenlisten des DSV) besuchten zum ersten Mal die Deutschen Hochschulmeisterschaften und waren positiv beeindruckt. Die im Vorfeld gemeinsam abgestimmten Qualifikationszeiten für die Universiade machen deutlich, dass Hochschulmeisterschaften sportlich hohe Maßstäbe setzen.
Unterstützung erfahren Hochschulsportler in Hannover auch vonSeiten der Hochschulpolitiker. So eröffnete der Vizepäsident der Leibniz Universität Herr Günter Scholz die Meisterschaften und nahm mit Frau Xiaogang Gerns (Vizepräsidentin der Fachhochschule Hannover) und Herr Prof. Dr. Ulrich Neumann (Vizepräsident der Stiftung Tierärztliche Hochschule) als Vertreter der „Partnerhochschulen des Spitzensports“ Siegerehrungen vor – sie betonten einhellig, wie notwendig die Förderung von Spitzensportlern durch ihre jeweiligen Hochschulen sei.
Hochschulmeisterschaften auch für Breitensportler
Nicht alles drehte sich jedoch um den Spitzensport, auch die vielen Breitensportlerinnen und –sportler kamen bei den DHM Schwimmen 2009 auf ihre Kosten. Ob bei der neuen Trendsportart Headis, spontanen Pool-Partys oder am Würstchenstand: Die aus 16 Bundesländern angereisten Mannschaften verstanden sich prächtig und feierten zusammen ein wahres Schwimmfest. Als nach dem dritten Wettkampfabschnitt das Lied erklang „So ein Tag, so wunderschön wie heute“, stimmte die ganze Halle mit ein – geradezu sinnbildlich für die tolle Wettkampfatmosphäre.
Studierende lernen am Objekt
Bei den DHM Schwimmen haben 125 Menschen die Bereiche Wettkampf, Rahmenprogramm, Unterbringung, Verpflegung, Öffentlichkeitsarbeit und Akkreditierung mit Bravour gemeistert.
Möglich gemacht wurde dies durch die erstklassige studentische Organisation unter der Leitung von Michaela Röhrbein (Zentrum für Hochschulsport Hannover). Das hoch motivierte Helferteam schulterte diese große Herausforderung gemeinsam mit der Startgemeinschaft Schwimmen Hannover und dem Landesschwimmverband Niedersachsen und der Stadt Hannover. Ohne diese vielen engagierten und fachkundigen Helferinnen und Helfer im Vorfeld und bei der Durchführung dieser Meisterschaft könnten die Hochschulen trotz einer sehr großen Schwimmabteilung ein solches Event nicht meistern.
