Nach einer langen Anreise ist die deutsche Delegation wohlbehalten am Austragungsort eingetroffen. Neun studentische Sportlerinnen und Sportler werden an den kommenden Tagen von Bundestrainer Martin Grabowski sowie Trainerin Emilie May bestens betreut werden. Bereits am ersten Tag konnten sich die Sportlerinnen und Sportler in ihrer Unterkunft einrichten, die Wettkampfstätte kennenlernen und bei einer ersten Trainingseinheit die Bedingungen im Schwimmbecken testen. Am Dienstag steht noch ein abschließendes Training auf dem Programm, bevor am Mittwoch und Donnerstag die Wettkämpfe beginnen.
Die sportlichen Erwartungen sind in diesem Jahr allerdings nur schwer einzuschätzen. Ursprünglich sollte die WUC bereits im April stattfinden, musste jedoch aufgrund der Konflikte in der Golfregion auf Oktober verschoben werden. Damit fällt die Veranstaltung in eine für den internationalen Flossenschwimmsport eher ungewöhnliche Phase des Trainings- und Wettkampfjahres.
Für die meisten deutschen Athletinnen und Athleten begann nach der Sommerpause erst im September die Vorbereitung auf die neue Saison. Entsprechend liegen lediglich wenige Wochen regulären Trainings hinter ihnen. Eine verlässliche Einschätzung des aktuellen Leistungsvermögens und möglicher Platzierungen ist daher schwierig. Allerdings dürfte auch die internationale Konkurrenz vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Insgesamt werden Sportlerinnen und Sportler aus 22 Nationen erwartet, die sich ebenfalls auf den ungewöhnlichen Termin einstellen mussten.
Für Team Studi treten sieben Frauen und zwei Männer in Ägypten an. Mit Nina Kohler, Franca Richter (beide Uni Leipzig) und Florentine Pesch (FU Berlin) bringen drei Schwimmerinnen die Erfahrung der WUC 2024 von Kolumbien mit. Mit Johanna Schikora fehlt jedoch die dreimalige Goldmedaillengewinnerin von damals im Aufgebot. Entscheidend wird somit sein, welche Athletinnen und Athleten bereits zu diesem frühen Saisonzeitpunkt ihre Leistungsfähigkeit abrufen können und am besten mit den besonderen Voraussetzungen zurechtkommen.
