So fand erstmalig im Rahmen des Sportfestes auch die Europameisterschaft im Headis statt, eine Sportart, die das vom Fußball bekannte Kopfballspiel auf eine Tischtennisplatte verlegt. Das Viernationen-Turnier mit Spielern aus Belgien, Deutschland, Tschechien und der Schweiz wurde von den deutschen Spielern dominiert, die auch das Finale bestritten. Der erste Europameister heisst Markus Reeg aus Kaiserslautern, im Headis unter dem Kampfnamen „Sniper Schorsch“ bekannt.
„Headis passt hervorragend zur Eurokonstantia, denn das Spiel ist genauso alt oder jung wie unser internationales Sportspielfest“, meint Petra Borchert, Leiterin des Hochschulsports. Die Resonanz bei den studentischen Gästen aus aller Welt war ausgesprochen positiv. Bis zu 40 Personen tummelten sich bei den Qualifikationen um die Wettkampfplatte.
Titelverteidiger und Newcomer räumen ab
Aber auch die traditionellen Sportspiele kamen wie gewohnt zum Zuge. Die Basketballturniere wurden dabei auf dem heißen Tartanplatz sowohl bei den Frauen als auch den Männern von den „Newcomern“ der Uni Marburg dominiert. Im Finale der Frauen siegten die Hessinen gegen das Team der Lebanon American University aus Beirut mit 37:25. Ihre Männer taten es ihnen kurze Zeit später gleich und gewannen gegen die Konstanzer Vertretung „Am Ende kackt die Ente“ mit 37:32.
Heiß her ging es auch im Sand beim Beachvolleyball. Im Männerwettbewerb konnte das Team der Université St. Joseph Beirut seinen letztjährigen Titelgewinn wiederholen. Bei den Frauen siegte erstmalig die TU Kaiserslautern.
Das größte Teilnahmefeld lieferte traditionell der Wettbewerb Handball Mixed. Bei dem Kleinfeld-Rasenturnier mit 20 Teams waren allein drei Konstanzer Studierendenteams am Start, von denen es aber keines ins Finale schaffte. Dieses gewann die Uni Würzburg mit 21:18 gegen die Uni Ulm.
Das Fußballturnier der Frauen wurde von den starken Tübingerinnen dominiert, die ihren letztjährigen Titel mit einem 2:0 gegen die RWTH Aachen verteidigen konnten. Die Konstanzer „Blue Tigers“ sicherten sich den dritten Platz mit einem 4:2 gegen die Universität Innsbruck. Bei den Männern siegten erstmalig die Westsächsische Hochschule Zwickau mit einem 2:1 gegen das Konstanzer „Cream Team“.
Im Volleyball-Mixed, mit 16 Teams das zweitstärkste Teilnahmefeld, feierte das Team der USJ Beirut aus dem Libanon den Turniersieg, gefolgt von einem Konstanzer Team „die USCler“ und der Hochschule Zwickau.
Das Tennisturnier der Eurokonstantia wurde bei den Frauen und Männern von zwei Konstanzer Studierenden gewonnen: Valérie Tiziana Marquardt hieß die Siegerin bei den Frauen und Philipp Bien bei den Männern.
Im Rugbywettbewerb unterlag das Konstanzer Team im Finale den Kitties vom KIT Karlsruhe, denen damit auch die Titelverteidigung gelang.
Interkultureller Austausch am Bodensee
Neben den sportlichen Wettbewerben wird den Studierenden aus aller Welt aber auch kulturell einiges geboten: WelcomeNight, RockNight und ClubbingNight machen das Sportfest parallel fast zu einem Musikfestival. Das studentische Projektteam unter Leitung von Hochschulsportmitarbeiter Christian Schöpf hat für die Vorbereitung der Veranstaltung gut zehn Monate hart gearbeitet. Neben Übungsleitenden aus dem Hochschulsport, die die Turniere betreuten, waren acht wissenschaftliche Hilfskräfte des Hochschulsports und sechzehn studentische Projektmitglieder sowie ungezählte freiwillige Helferinnen und Helfer im Einsatz, um die Eurokonstantia auch im 10. Jahr ihres Bestehens zu einem Erfolg zu machen.
Nach der Eurokonstantia ist immer auch vor der Eurokonstantia: Die 11th Eurokonstantia wird vom 26. bis 29. Mai 2016 stattfinden.
