In Berlin fallen in dieser Woche die Entscheidungen bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft Beachvolleyball. Die besten studentischen Duos messen sich im Sand an der Freien Universität Berlin. Am ersten Juliwochenende stehen dann die Hallen-Endrunden der Männer und Frauen an der Universität Paderborn auf dem Programm. Im Vorfeld der DHM-Saison blickt Disziplinchef Jörg Förster auf die Entwicklung der Sportarten im adh.
Angaben zur Person
Name: Jörg Förster
Hochschule: Freie Universität Berlin
DHM: Volleyball
Funktion: DC Volleyball
Seit dem Wintersemester 2009/2010 bist du, erst als DC Beachvolleyball, dann ab dem Wintersemester 2011/2012 als DC Volleyball, im adh für die Sportart Volleyball aktiv. Wie bewertest du die Entwicklung der beiden Sportarten im Verband?
Beide Sportarten entwickeln sich positiv und das stellt vor allem die Ausrichter von Deutschen Hochschulmeisterschaften vor die Herausforderung, mit großen Teilnehmerfeldern umgehen zu müssen. Das hohe nationale Leistungsniveau macht sich auch durch die vielen guten bis sehr guten Platzierungen bei internationalen Hochschulmeisterschaften sowohl im Beach als auch in der Halle bemerkbar.
Welchen Stellenwert nehmen die adh-Wettkampfveranstaltungen im nationalen Wettkampfkalender und im Fachverband ein?
Obwohl die Internationalen Hochschulmeisterschaften als Zielwettkämpfe für die Nachwuchskader in den Zielvereinbarungen der beiden Sportarten für den Olympiazyklus bis Rio 2016 festgelegt sind, gibt es keinen Terminschutz im nationalen, allerdings auch nicht im internationalen Wettkampfkalender, für diese Veranstaltungen. Sie werden auch nachrangig zu den internationalen Fachverbandswettbewerben beschickt. Der Bereich Beachvolleyball beschickt allerdings seit mehreren Jahren sehr bewusst die WUCs und die Universiade. Die Hallenvolleyballer haben da im Bereich Universiade eindeutig Nachholbedarf. Seit der Universiade 2007 in Bangkok nahm bedauerlicherweise keine Hallenauswahl mehr an den Weltspielen der Studierenden teil, obwohl ausreichend leistungsstarke Spielerinnen und Spieler dafür zur Verfügung stehen.
Die nationalen Hochschulmeisterschaften haben aufgrund des eher als breitensportlich wahrgenommenen Charakters, trotz der zahlreichen Spielerinnen und Spieler mit Bundesliga-Erfahrungen in den Teams, analog keinen Terminschutz auf nationaler Ebene. Der adh-Wettkampfkalender wurde daher dieser Situation angepasst.
Welche Besonderheiten machen für dich die adh-Wettkampfveranstaltungen Volleyball aus?
Dass, was alle Deutschen Hochschulmeisterschaften eigentlich grundsätzlich auszeichnet: Die Verbindung von Leistungssport mit Breitensport begleitet von einer sehr freundschaftlichen und konstruktiven Atmosphäre zwischen Teilnehmenden und Ausrichtern.
Im Volleyball gibt es auch ein Turnier mit Mixed-Mannschaften. Wie beeinflussen solche Formate die Entwicklung einer Sportart?
Die Ausprägung breitensportorientierter Wettkampfformate für Mixed-Teams ist in den Spielsportarten nichts Neues und hat im Volleyball schon geradezu Tradition. In Berlin gibt es seit vielen Jahren erfolgreich, die von der Zentraleinrichtung Hochschulsport (ZEH) der TU organisierte UniLiga, die sich großer Teilnehmerzahlen erfreut. Beim Volleyball im Hochschulsport steht das Miteinander vor dem Leistungssportgedanken im Vordergrund und so ist es nur folgerichtig, auch über nationale Hochschulmeisterschaften im Mixed-Bereich nachzudenken. Diese Formate bereichern die Sportart und den Hochschulsport.
Bei der letztjährigen DHM Volleyball setzten sich die WG Köln bei den Frauen und die WG Mainz bei den Männern durch. Welches Team siehst du in diesem Jahr ganz vorne?
Als DC bin ich natürlich zur Neutralität verpflichtet und die Teamzusammensetzungen sind ja jedes Jahr wie eine Wundertüte und sehr wesentlich von engagierten Betreuerinnen und Betreuer sowie Trainerinnen und Trainern abhängig. Man weiß letztendlich nie was alles drin steckt, bevor man die Teams nicht auf dem Platz gesehen hat. Ich bin sehr gespannt, ob Paderborn den Heimvorteil nutzen kann und wie sich die anderen Teams formieren werden.
Danke für das Interview
