Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) wurde am 7. Juni 2013 mit dem zweiten Platz des DOSB-Verbandswettbewerbs 2012 „Mit gutem Beispiel voran – gemeinsam an die Spitze“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung und das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro erhielt der adh für sein Maßnahmenpaket zur Förderung von Gleichstellung und Chancengleichheit.
Mixed Leadership soll Normalität werden
Ilse Ridder-Melchers, Vizepräsidentin im Bereich Frauen und Gleichstellung des Deutschen Olympischen Sportbundes, überreichte gemeinsam mit dem Jurymitglied und dsj-Vorsitzenden Ingo Weiss im Rahmen der adh-Perspektivtagung in Münster den DOSB-Preis an den adh. In ihrer Laudatio machte sie die Wichtigkeit der Frauenförderung deutlich: „Nicht nur aus der Wirtschaft wissen wir, dass paritätisch besetzte Führungsgremien wirtschaftlichen Erfolg bringen. Daher ist es klug und weitsichtig, wenn wir im Sport das große Potential an qualifizierten Frauen gezielt ansprechen und auf dem Weg in Führungsaufgaben des organisierten Sports – sowohl im Ehrenamt als auch in hauptberuflichen Bereichen - begleiten und fördern. Dies macht der adh seit über einem Jahrzehnt sehr engagiert und erfolgreich. Wir im DOSB fördern diesen Weg, damit „Mixed Leadership“ im Sport möglichst bald Normalität wird.“
Erfolge der adh-Projekte werden sichtbar
Luisa Kosok, adh-Vorstandsmitglied Chancengleichheit und Personalentwicklung freute sich über den Preis und zeigte sich über die Anerkennung seitens des DOSB hocherfreut: „Ich bin glücklich, dass unserer Arbeit mit dem Preis in Hinblick auf die Frauenförderung des adh Anerkennung geschenkt wird. Wir haben in den letzten Jahren innerhalb des Verbandes und des Hochschulsports viel bewegt und der Erfolg unserer gezielten Unterstützung ist in den steigenden Zahlen von Frauen in Führungspositionen und in den Gremien sichtbar.“
Da sich der adh schon seit 1993, im Rahmen seines Frauenförderplans das Ziel „den Anteil von Frauen in allen haupt-, neben- und ehrenamtlichen Funktionen des adh auf 50 Prozent anzuheben und an seinen Mitgliedshochschulen darauf hinzuwirken, dass Entsprechendes geschieht“, gesetzt hat, zahlt sich sein Engagement nun in Form des Preises „Mit gutem Beispiel voran – gemeinsam an die Spitze“, aus.
Generationswechsel im Hochschulsport nutzen
Neben einer im dreijährigen Rhythmus stattfindenden Analyse der Situation innerhalb des adh, initiierte der Verband im Jahr 2010, mit Unterstützung aus Mitteln des DOSB-Innovationsfonds, ein Projekt, das Frauen noch gezielter in die Führungspositionen im Hochschulsport bringen sollte. Ziel dabei war es, den sich andeutenden Generationswechsel auf der Ebene der Hochschulsportleitungen für eine gezielte Frauenförderung zu nutzen. Inhalte dieses Projekts waren die Analyse und Identifikation von frei werdenden Leitungsstellen im Hochschulsport. Darüber hinaus sollten potenzielle Kandidatinnen anhand eines entworfenen Anforderungsprofils lokalisiert und gezielt angesprochen und motiviert werden, sich auf eine Führungsposition vorzubereiten. Begleitend wurde dazu eine Seminarreihe für angehende Führungskräfte im Hochschulsport konzipiert und im Rahmen des adh-Bildungsprogramms angeboten.
Auch wenn sie bei der Preisverleihung nicht persönlich vor Ort sein konnte, zeigte sich Michaela Röhrbein, die als Mitglied des Ausschusses für Chancengleichheit und Personalentwicklung diesen Prozess im adh aktiv vorangetrieben und begleitet hat, zufrieden: „Die Seminarreihe für angehende Führungskräfte hat unter anderem eine Sensibilisierung sowohl bei Männern als auch bei Frauen für das Thema Gender Mainstreaming bewirkt. Mit unserem umfassenden Maßnahmenpaket ist der Verband für die Zukunft gut gerüstet.“
Die Auswirkungen dieser Maßnahmen sind inzwischen auch in vielen Gremien des adh spürbar. Da ehrenamtliche Positionen zu einem Großteil von Personen aus dem Kreis des hauptamtlichen Personals übernommen werden, strahlte dieses Projekt aber auch auf die Ehrenamtlichkeit aus. Zudem konnten durch die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung der Mitgliedschaft für dieses Thema positive Effekte auf die Übernahme wichtiger Gremienfunktionen verzeichnet werden.
