Referent Dr. Ansgar Klein bei der Perspektivtagung 2014
16.05.2014 | Kategorie: Bildung , 2014 , Interne Tagungen

adh-Perspektivtagung in Paderborn

„Anerkennung ist mehr als nur ein Wort am Sonntag,“ stellte Dr. Ansgar Klein vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) auf der diesjährigen adh-Perspektivtagung am 13. und 14. Mai 2014 in Paderborn fest. Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie studentische Vertretungen der Mitgliedshochschulen diskutierten auf der Tagung, wie Engagementförderung im adh aussehen kann.

Für den Hochschulsport in Deutschland ist Engagement von zentraler Relevanz. Dementsprechend wird dieses auch im adh-Leitbild, das im November 2013 verabschiedet wurde, als integraler Bestandteil des Verbandes aufgegriffen. Um die Thematik weiter zu systematisieren und auf eine inhaltlich vertiefte Basis zu stellen, lud der adh mit Dr. Ansgar Klein (Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement), Prof. Dr. Karsten Speck (Uni Oldenburg) und Dr. Arne Göring (Uni Göttingen) drei Experten in diesem Bereich ein. Nach der anfänglichen thematischen Auseinandersetzung tauschten sich dann die Vertretungen der adh-Mitgliedshochschulen in einem zweiten Schritt darüber aus, welche Projekte zur Engagementförderung bereits im adh bestehen und wie dieses Feld systematisch weiterentwickelt werden kann.

Dr. Ansgar Klein: Es bedarf eines Engagement-Managements

Im ersten Beitrag zeigte Dr. Ansgar Klein die Kernmotive des bürgerschaftlichen Engagements auf. Vor allem dem Sport könne als niedrigschwelliger Integrationszugang zum Engagement für die Gesellschaft eine wichtige Rolle zukommen. Engagement dürfe dabei jedoch nicht instrumentell verkürzt werden, um Personalkosten zu sparen, sondern müsse als Beteiligungsform verstanden werden. Unter Bildungsaspekten könne dann bürgerschaftliches Engagement einen wichtigen Bestandteil der Hochschulen darstellen. Zur Umsetzung müssten die Angebote als Möglichkeiten des Erfahrungslernens anerkannt und durch zu schaffende Strukturen – wie beispielsweise einer Versicherungs- und Ausbildungsstruktur – untersetzt werden.

Prof. Dr. Karsten Speck: Das Engagement-Potential ist hoch

Auch der Oldenburger Pädagoge Prof. Dr. Karsten Speck sieht gute Rahmenbedingungen als unabdingbar für eine Förderung des Engagements. Um ein inhaltliches Lernen und eine Fortentwicklung der Engagierten zu erzielen, bedürfe es einer reflexiven Begleitung der Projekte. In diesem Zusammenhang stellte Speck ein Modul „Service Learning“ seiner Hochschule vor. Um interessant für potentielle Engagierte zu sein, bedürfe es einer Anerkennungs- und Engagement-Strategie. Hier müssten Ziele, Zielgruppen, Inhalte, Aufgaben, Verantwortungen, Ressourcen und Anerkennungen klar definiert werden. Unterstützung dabei könne man bei Bürgerstiftungen, Hochschulen oder Freiwilligenagenturen vor Ort finden.

Dr. Arne Göring: Drei Perspektiven für den Hochschulsport

Im dritten Vortrag zeigte Dr. Arne Göring (Uni Göttingen) verschiedene Perspektiven für den Hochschulsport auf. Zum einen stelle das ehrenamtliche Engagement ein Strukturmerkmal und eine wichtige Ressource für den adh dar, könne aber auch als Lernfeld innerhalb der Hochschule dienen. Mit der dritten Ebene eröffnete Göring die Blickrichtung zum organisierten Sport. Als dessen Partner könne man ein entscheidender Faktor in der Aus- und Fortbildung sein.

Abschied für adh-Jugend- und Bildungsreferentin Ebba Koglin

Im Rahmen der Perspektivtagung wurde auch die Jugend- und Bildungsreferentin des adh Ebba Koglin verabschiedet. Sie verlässt die adh-Geschäftsstelle nach acht Jahren und wechselt zum Hochschulsport der Uni Osnabrück. Dort übernimmt sie die Leitungsstelle. In einer Verabschiedungsfeier blickten zahlreiche Wegbegleiter, unter anderem auch der ehemalige adh-Generalsekretär Olaf Tabor, auf ihre Zeit in der Geschäftsstelle zurück.

Sportliches und informatives Rahmenprogramm

Dass eine Bildungsveranstaltung nicht auf Sport verzichten muss und neue Perspektiven schaffen kann, zeigt auch die Perspektivtagung. Der Partner des Hochschulsports, Sport-Thieme, präsentierte mit einem Stand nicht nur seinen umfassenden Katalog mit rund 17.000 Sportartikeln und Sportzubehör für über 45 Sportarten, sondern bot auch gleichzeitig einige Geschicklichkeitsübungen zum Ausprobieren an. Weitere Impulse für die tägliche Arbeit konnten die Teilnehmenden auch im Ahorn-Sportpark, einem multifunktionalem Sportzentrum in Paderborn, sammeln.

Bildungs- und Wettkampfrankings

Geehrt wurden auf der Perspektivtagung auch die Gewinner der Bildungs- und Wettkampfrankings. Im Bildungsranking der kleinen Hochschulen lag die HS Brandenburg vor der TU Clausthal und der Leuphana Universität Lüneburg. Die Wertung der großen Hochschulen entschied die Uni Göttingen, gefolgt von der Uni Gießen und der Uni Münster, für sich. Auch im Wettkampfranking gelang Münster der Sprung unter die Top-Drei. Gemeinsam mit der WG Köln teilten sich die Münsteraner den zweiten Platz. Beste Wettkampfgemeinschaft wurde die WG Karlsruhe.

Foto-Impressionen finden Sie hier.