Den Auftakt der WUC in Vila Real bildete der Knock-out-Sprint, bei welchem sich aus dem zehnköpifgen Team Studi lediglich Stanja Lindig (HS Anhalt) und Marek Pompe (TU Dresden) für die Finalläufe qualifizieren konnten. Zwar schieden beide im Viertelfinale au, sammelten dabei jedoch wertvolle Erfahrungen auf internationalem Spitzenniveau. Die Titel gingen an die beiden französischen Athlet*innen Cécile Calandry und Guilhem Verove, dem amtierenden Weltmeister im Knock-out-Sprint.
Im anschließenden Sprint-Staffelwettbewerb stellte Team Studi zwei Staffeln. Die erste Mannschaft verpasste mit Rang 11 (bereinigte Wertung) das angestrebte Top-10-Ergebnis nur knapp und überzeugte mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Besonders Anselm Reichenbach (NTNU Trondheim, Norwegen) konnte auf seiner Strecke zahlreiche Positionen gutmachen und den Rückstand auf die Spitze verkürzen. Das zweite deutsche Quartett belegte Rang 21 unter insgesamt 43 gestarteten Teams. Der Sieg ging erwartungsgemäß an Frankreich vor Ungarn und Tschechien.
Auch die Sprintentscheidung am Freitag verlangte von den Aktiven höchste Konzentration. Die Strecke über 3,5km für die Damen und 3,9km für die Herren verlief durch technisch anspruchsvolles Gelände mit zahlreichen künstlichen Sperren, engen Durchgängen sowie häufigen Richtungswechseln und ließ kaum Raum für Fehler. Trotz vielversprechender Rennen verhinderten kleinere Orientierungsfehler bessere Platzierungen. Gleichzeitig zeigte sich, dass die internationale Konkurrenz auf diesem technischen Niveau wichtige Impulse für die weitere Entwicklung des deutschen Teams liefert. Bei den Damen platzierten sich Marie Luise Schmitt Gran (UiT Tromsø, Norwegen) und Stanja Lindig im vorderen Drittel. Gute Läufe von Anselm Reichenbach und Marlene Fritz (HTW Dresden) blieben nach einem ausgelassenen Posten leider ohne Wertung.
Zum Abschluss der Titelkämpfe stand die Mitteldistanz auf dem Programm. Im technisch anspruchsvollen Waldgelände gelang der deutschen Mannschaft ihre stärkste geschlossene Leistung der Woche. Mehrere Athlet*innen platzierten sich im ersten Drittel des Teilnehmerfeldes und bestätigten damit eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber den Vortagen. Marie Luise Schmitt Gran (16.), Marlene Fritz (18.) und Loic Dequiedt (21., TU Dresden) erzielten die besten deutschen Platzierungen.
Mit zahlreichen internationalen Erfahrungen, mehreren Platzierungen im vorderen Feld und einer erkennbaren Leistungssteigerung im Verlauf der Wettkämpfe zieht die deutsche Mannschaft ein positives Fazit der Titelkämpfe. Für einen Teil des Teams geht die Saison unmittelbar weiter: Vier Athlet*innen reisen direkt von Portugal zum Orientierungslauf-Weltcup nach Tschechien.
