Ole Bischoff auf dem Weg zu seiner Silbermedaille. © LSB NRW
01.08.2012 | Kategorie: international , 2012 , Wettkampf

Studierende mit Medaillen im Rudern und Judo

Über zahlreiche Medaillen konnte das deutsche Olympia-Team am Dienstag und Mittwoch, dem vierten und fünften Wettkampftag, jubeln. Unter den Glücklichen war auch Judoka und VWL-Student Ole Bischof.

Das Aushängeschild der deutschen Ruderer, der Deutschland-Achter, der als Top-Favorit ins heutige Finale ging, hat die ersehnte Goldmedaille gewonnen: Mit Andreas Kuffner (Beuth HS Berlin), Richard Schmidt (TU Dortmund), Lukas Mueller (FH Dortmund), Filip Adamski, Maximilian Reinelt, Kristof Wilke und Martin Sauer (alle Uni Bochum) saßen beim Gold-Triumph zahlreiche Studenten im Boot. Mit einem komfortablen Vorsprung sicherten sich die Deutschen vor Kanada und Großbritannien den ersten Sieg seit 1988.
Ebenfalls jubeln durfte der Frauen Doppelvierer, der hinter der Ukraine als Zweiter ins Ziel einlief und damit Silber gewann. Den Rangdritten USA hielten die deutschen Frauen, unter denen mit Carina Bär (Uni Dortmund) und Julia Richter (FU Berlin) zwei Studentinnen waren, deutlich auf Distanz.

In der Neu-Auflage des Olympia-Finales von Peking 2008 unterlag der VWL-Student (Uni zu Köln) Ole Bischof am Dienstag dem Südkoreaner Kim Jae-Bum und konnte damit seinen Titel nicht verteidigen, zollte dem Gegner nach dem Kampf aber vollen Respekt für seinen Sieg: „Kim hat verdient gewonnen“. Bischof gehört seit Jahren zum Kreis der internationalen Spitzenklasse in seiner Gewichtsklasse und nahm unter anderem im Jahre 2004 und 2006 an der Studierenden-Weltmeisterschaft teil. Bei der Universiade 2003 belegte er den 3. Platz.

Auch die Silbermedaillengewinnerin im Degenfechten, Britta Heidemann, ist eine ehemalige Studenten-Sportlerin: 2001 nahm sie an der Universiade teil, sieben Jahre später wurde sie als Studentin der Uni zu Köln nach ihrem Goldmedaillengewinn in Peking zur adh-Sportlerin des Jahres 2008 gewählt.

Weitere Ergebnisse und Platzierungen der Studierenden im deutschen Olympia-Team:

Boxen: Im Mittelgewicht erreichte Boxer Stefan Härtel, der an der HU Berlin Sportwissenschaft und Geschichte (Lehramt) studiert, mit einem 18:10-Sieg über Enrique Collazo Pelaiz aus Puerto Rico das Achtelfinale am kommenden Donnerstag.

Badminton: Im Mixed Doppel erreichte Lehramts-Student Michael Fuchs (Universität des Saarlandes) zusammen mit Birgit Michels dank Vorrundensiegen gegen die Briten Chris Adcock/Imogen Bankier (2:1) und das russische Duo Alexandr Nikolaenko/Valeria Sorokina (2:1) die Runde der besten Acht. Im Viertelfinale gegen die Indonesier Ahmad/Natsir war jedoch nach 15:21 und 9:21 Schluss für die Beiden, die dennoch auf das beste deutsche Mixed-Ergebnis seit Aufnahme des Badminton ins olympische Programm stolz sein können.
BWL-Student Marc Zwiebler (Universität des Saarlandes) darf sich im Herren Einzel als Gruppensieger derweil über den Einzug ins Achtelfinale freuen, in dem er heute Abend auf den Chinesen Chin Jin, Olympia-Dritter in Peking und Weltmeister 2010 trifft.

Beachvolleyball: Für die Studentinnen der HU Berlin, Ilka Semmler und Katrin Holtwick stehen im Beachvolleyball bislang zwei Siege und eine Niederlage zu Buche - das Achtelfinale ist ihnen damit so gut wie sicher. 
Sara Goller (FU in Hagen) und Laura Ludwig (IF Hamburg) können bislang einen Auftaktsieg sowie eine Niederlage vorweisen. Sie können am Donnerstag mit einem Erfolg über die Niederländerinnen Meppelink/van Gestel ihre Medaillenchancen wahren.

Im Beachvolleyball der Männer haben sich Julius Brink (IST Studieninstitut) und Jonas Reckermann (Uni zu Köln) mit zwei Siegen bereits für die K.O.-Runde qualifiziert, während Jonathan Erdmann, Student der HU Berlin, mit seinem Partner Kay Matysik zwei Niederlage hinnehmen musste und nun nur noch eine geringe Chance auf den Einzug in die nächste Runde hat.

Hockey: Sowohl das deutsche Frauenteam, in dessen 16-köpfigem Aufgebot zehn Studentinnen vertreten sind, als auch die Herrenmannschaft, die sich in der Mehrzahl ebenfalls aus Studenten zusammensetzt, konnte im Hockey im ersten Vorrundenspiel einen Sieg feiern. Während die Damen ihr zweites Gruppenspiel gegen Australien am Dienstagabend mit 1:3 verloren, müssen die Männer am Mittwochabend gegen Südkorea ran.

Rudern: Über zahlreiche Studierende verfügt erneut die deutsche Ruder-Equipe. Erfolgreich schnitt bislang unter anderem Marie Louise Dräger (HS Ansbach) ab, die sich im Einer für das am Donnerstag stattfindende Halbfinale qualifizierte. Lena Müller (Uni Ulm)/Anja Noske (Universität des Saarlandes) bestreiten im leichten Doppelzweier am kommenden Samstag das Halbfinale. Kerstin Hartmann (Uni Dortmund) und Marlene Sinnig erreichten im Zweier den sechsten Platz.

Bei den Herren können sich die Ergebnisse der deutschen Studenten ebenfalls sehen lassen. Ebenfalls in den am Donnerstags stattfindenden Halbfinals stehen der leichte Doppelzweier mit Linus Lichtschlag (TU Berlin) sowie der Vierer mit Urs Käufer und Sebastian Schmidt (beide Uni Bochum). Der Doppelvierer mit Phillipp Wende, Lauritz Schoof (Uni Hamburg) und Tim Grohmann (HS Ansbach) hat sein Halbfinale erfolgreich bestritten und bestreitet nun am Freitag das Finale auf dem Dorney Lake.
Im Zweier schied Anton Braun (HU Berlin) mit Felix Drahotta nach dem zwölften Platz im Vorlauf und einem Sieg im anschließenden Hoffnungslauf im heutigen Halbfinale als Fünfter leider aus.

Schwimmen: Für die 4x100m Freistil-Staffel, in der drei Studierende mitschwammen, reichte es am Montagabend auf Platz sechs zwar nicht für eine Medaille, doch dafür stellten Benjamin Starke (Hochschule für Gesundheit und Sport), Markus Deibler (Uni Hamburg), Christoph Fildebrandt (FböV Köln) und Marco di Carli (ehemals HfPV Wiesbaden) im Vorlauf mit 3:13,51 Min. einen neuen deutschen Rekord auf.

Medizin-Student Helge Meeuw (Uni Magdeburg), adh-Sportler 2009 und Medaillengewinner bei der Sommer-Universiade 2009 in Belgrad und 2007 in Bangkok, erreichte im 100m Rücken-Finale in 53,48 Sek. den sechsten Platz.
Die 4x200m Freistill Staffel der Männer mit den Studenten Dimitri Colupaev (University of Southern California) und Clemens Rapp (SRH Heidelberg) verpasste indes am Dienstagabend nur knapp einen Medaillenrang. Mit 7:06,59 Min. belegten sie im Finale zusammen mit Tim Wallburger und Paul Biedermann Platz vier.