29.06.2026 | Kategorie: Wettkampf , FISU Games , Sommer

Rhine-Ruhr 2025 zieht internationale Erfolgsbilanz

Knapp ein Jahr nach den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games hat der adh im Rahmen der Sitzung des Exekutivkomitees (EC) der FISU eine umfassende Bilanz der Spiele gezogen. Der ehemalige adh-Vorstandsvorsitzende Jörg Förster und das studentische Vorstandsmitglied Svea Thamsen präsentierten am 27. Juni 2026 den Mitgliedern des Exekutivkomitees den offiziellen Final Report und gaben unter anderem einen Einblick in die nachhaltigen Wirkungen des weltweit größten Multisportevents des Jahres 2025.

Spiele mit nachhaltigem Vermächtnis für den internationalen Hochschulsport

Die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games gelten als die erfolgreichsten FISU Games der jüngeren Geschichte. 9.200 Teilnehmende aus über 100 Nationen, über 1,2 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie eine internationale Reichweite in Millionenhöhe unterstrichen die Bedeutung der Spiele weit über den Hochschulsport hinaus. Zugleich setzte die Veranstaltung Maßstäbe in den Bereichen Nachhaltigkeit, Inklusion, Ehrenamt, Wissenschaft und Studium und Spitzensport.

„Die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games waren ein Meilenstein in der Geschichte des deutschen Hochschulsports. Wir haben gezeigt, welche Gestaltungskraft entsteht, wenn Hochschulen, Politik, Verbände und Studierende gemeinsam an einem Strang ziehen“, erklärte Jörg Förster während der Präsentation. „Die Spiele haben Spuren hinterlassen – in Köpfen, Strukturen und Netzwerken.“

Die erfolgreiche Umsetzung der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games sei zugleich das Ergebnis einer außergewöhnlichen Gemeinschaftsleistung gewesen, betonte Förster. „Unser Dank gilt der FISU für die stets sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit, dem Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen, die als Fördermittelgeber maßgeblich dazu beigetragen haben, unsere Vision der Games Wirklichkeit werden zu lassen und natürlich den Ausrichterkommunen für ihr außergewöhnliches Engagement und Commitment.

Besonders zu danken haben wir dem Team der Rhine-Ruhr 2025 FISU Games gGmbH unter der Leitung von Niklas Börger, die mit über 300 Personen in rund 50 Funktionsbereichen außergewöhnliches geleistet haben. Auch dem Summer Games Department der FISU gilt es, abschließend Dank auszusprechen für die überaus konstruktive Zusammenarbeit mit dem Team der Rhine-Ruhr 2025 FISU Games gGmbH.

Die Spiele haben gezeigt, was bewegt werden kann, wenn internationale und nationale Sportorganisationen, Politik, Hochschulen und der Organisierte Sport gemeinsam Verantwortung übernehmen.“

Nachhaltige Wirkungen weit über den Sommer 2025 hinaus

Der Final Report dokumentiert die organisatorischen, sportlichen und gesellschaftlichen Ergebnisse der Spiele, der FISU Konferenz und des Inclusion Summits. Ergänzend zeigt das Post Games Paper auf, welche langfristigen Wirkungen bereits sichtbar sind und welche Handlungsfelder sich daraus für den Hochschulsport ergeben.

Für Svea Thamsen liegt die besondere Bedeutung der Spiele vor allem in ihrer langfristigen Wirkung: „Die Games haben uns eine Bühne für die Studierenden gegeben, auf und neben den Wettkampfstätten, die wir in dieser Form zuvor nicht hatten, und sie haben gezeigt, welches Potenzial im Hochschulsport steckt. Die gewonnene Sichtbarkeit eröffnet neue Möglichkeiten für politische Interessenvertretung, Partnerschaften und die Weiterentwicklung zentraler Themen des Hochschulsports, die es jetzt zu nutzen gilt.“

Als eines der wichtigsten Vermächtnisse der Spiele wurde in der Präsentation die gewachsene gesellschaftliche und politische Wahrnehmung des Hochschulsports hervorgehoben. Die Games hätten Themen wie Studium und Spitzensport, Nachhaltigkeit, Gesundheit, Inklusion und studentisches Engagement sichtbar gemacht und neue Netzwerke zwischen Hochschulen, Politik, Sportorganisationen und internationalen Partnern geschaffen. Mit der erstmaligen Integration der Parasportart 3x3 Rollstuhlbasketball in eine Spitzensportveranstaltung wurde ein sportpolitisches Ausrufezeichen für das gleichberechtigte Nebeneinander von Para- und Non Parasport in einem Format gesetzt.


Impulse für die Nationale Strategie Sportgroßveranstaltungen

Förster und Thamsen verwiesen darüber hinaus auf die Bedeutung der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games für die Weiterentwicklung der Nationalen Strategie Sportgroßveranstaltungen. Die erfolgreiche Durchführung der Spiele habe gezeigt, dass Deutschland internationale Multisportevents nachhaltig, innovativ, inklusiv und gesellschaftlich wirksam ausrichten könne. Die Games hätten damit nicht nur den Hochschulsport gestärkt, sondern auch wichtige Erfahrungen und Inspirationen für zukünftige internationale Veranstaltungen in Deutschland geliefert.

„Wir wollten mit der Bewerbung und Ausrichtung der Spiele und der begleitenden Konferenz einen Beitrag zur Nationalen Strategie Sportgroßveranstaltungen leisten und deutlich machen, dass Sportdeutschland bereit und motiviert ist, auch in Zukunft Gastgeber für internationale Großveranstaltungen im Sport zu sein“, so Förster. „Die positiven Erfahrungen des Sommers 2025 können dazu beitragen, die Diskussion um weitere internationale Sportgroßveranstaltungen bis hin zur Austragung von Olympischen und Paralympischen Spielen in Deutschland mit konkreten Erfolgen und nachhaltigen Wirkungen zu verbinden.“

Das Vermächtnis der Games fortschreiben

Darüber hinaus verwiesen Förster und Thamsen auf die besondere Rolle der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games als Impulsgeber für die zukünftige Entwicklung des Hochschulsports. Die während der Vorbereitung und Durchführung geschaffenen Netzwerke, wie zum Beispiel die Integration von neun Hochschulen in das internationale Healthy Campus Netzwerk der FISU, sowie die gestärkte Sichtbarkeit des Hochschulsports bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Arbeit des adh.

„Das Vermächtnis der Spiele ist kein Rückblick, sondern ein Ausgangspunkt“, betonte Thamsen. „Die zentrale Aufgabe besteht nun darin, die gewonnenen Erkenntnisse weiterhin zu kommunizieren und in Maßnahmen zu überführen, um die positive Dynamik für den Hochschulsport und Verband langfristig zu nutzen. Besonders in den Bereichen Ehrenamt und studentischem Spitzensport müssen wir den Rückenwind jetzt mitnehmen.“

Mit der Präsentation des Final Reports und des Post Games Papers vor dem FISU Exekutivkomitee schloss sich zugleich ein Kreis: Von der erfolgreichen Bewerbung über die Durchführung der Spiele bis hin zur internationalen Aufarbeitung ihrer Ergebnisse haben die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games die Rolle Deutschlands im internationalen Hochschulsport nachhaltig gestärkt und wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des weltweiten Hochschulsports gesetzt.

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