Foto: Hochschulsport Uni Göttingen
11.06.2026 | Kategorie: Bildung , Seminare/Workshops , 2026

Online-Infoveranstaltung „Hyrox/Hyathlon | Potenziale, Anforderungen und Perspektiven eines neuen Fitnesstrends“

Über 40 Interessierte folgten am 10. Juni dem Angebot des adh und informierten sich über einen Fitnesstrend, der seit einiger Zeit boomt. Ein Ende des Hypes scheint derzeit nicht in Sicht. Die Rede ist von Hyrox beziehungsweise Hyathlon. Neben einer allgemeinen Einführung in die Trendsportart standen insbesondere deren Implementierung in Hochschulsportprogramme sowie mögliche Entwicklungen aus Sicht der Sportverbände im Fokus der Veranstaltung.

Mittlerweile dürfte kaum jemand, der sich auch nur ansatzweise für Fitness- und Sporttrends interessiert, noch nichts von Hyrox beziehungsweise Hyathlon gehört haben. Nichtsdestotrotz eröffnete Stefan Meyer (Leiter des FIZ der UniGöttingen) die Infoveranstaltung mit einem kurzen Überblick über die grundlegenden Merkmale der Sportart. Während Hyrox die Markenbezeichnung darstellt, soll sich der Begriff Hyathlon als Bezeichnung für die Sportart selbst etablieren. Allerdings hat sich diese Begrifflichkeit bislang noch nicht vollständig durchgesetzt. 

Hyrox steht für „Hybrid Obstacle Race Exercise“ und wurde erstmals 2017 in Hamburg ausgetragen. Vereinfacht beschrieben besteht ein Wettkampf – im Fachjargon als „Race“ bezeichnet – aus acht verschiedenen Fitnessdisziplinen, die nacheinander und jeweils unterbrochen durch einen 1.000-Meter-Lauf absolviert werden. Durch diese Form der Belastung werden Kraft- und Ausdauerelemente miteinander kombiniert. Eine detailliertere Beschreibung der Sportart befindet sich im adh-Magazin.  

Dass dieser Fitnesstrend längst auch im Hochschulsport angekommen ist, verdeutlichte Meyer anhand der Entwicklung des Fitness- und Gesundheitszentrums der Uni Göttingen (FIZ) hin zu einem lizenzierten Hyrox-Affiliate. Während hybride Fitnesskurse zunächst im umfangreichen Angebot kaum wahrgenommen wurden, entwickelte sich mit der Etablierung der Marke Hyrox ein regelrechter Hype mit einer schnell wachsenden Community. Angeregt durch dieses Best-Practice-Beispiel diskutierten die Teilnehmenden im offenen Austausch, wie sich die Potenziale der Trendsportart auch an Standorten mit begrenzten finanziellen, räumlichen oder personellen Ressourcen nutzen lassen. Dabei wurde deutlich, dass eine Affiliate-Partnerschaft auch dann möglich ist, wenn nicht alle Disziplinen angeboten werden können. Somit bietet der Trend auch kleineren Hochschulstandorten interessante Entwicklungsmöglichkeiten.

Anschließend übernahm Nils Arnecke in seiner Doppelfunktion als adh-Disziplinchef (DC) Triathlon und Leistungssportreferent der Deutschen Triathlon Union (DTU). Er erläuterte, dass Hyrox mit Blick auf eine mögliche olympische Perspektive unter der Bezeichnung „Fitnessracing“ als neue Disziplin in die DTU aufgenommen wurde. Die DTU verfolgt zudem das Ziel, die Sportart unter dem Namen Hyathlon breiter zu etablieren

Darauf aufbauend skizzierte er mögliche Perspektiven für die Integration der Sportart in das adh-Wettkampfsystem – von den adh-Open bis hin zu einer Deutschen Hochschulmeisterschaft. Aufgrund der hohen infrastrukturellen Anforderungen an potenzielle Ausrichterhochschulen erscheint für die nähere Zukunft insbesondere eine Anbindung an bereits bestehende Hyrox-Veranstaltungen mit einer eigenen Hochschulwertung als denkbares Durchführungsmodell.

Die Diskussionen und Fragerunden verdeutlichten, dass Austauschformate mit dem Schwerpunkt auf universitären Fitnessstudios im Allgemeinen und Fitnesstrends im Besonderen auf großes Interesse stoßen. Allen Personen, die den fachlichen Austausch zu diesem Themenfeld vertiefen möchten, sei daher das Netzwerktreffen Fitnessstudios empfohlen, das am 2. und 3. September an der Uni Kassel stattfindet. Die Anmeldung wird voraussichtlich in Kalenderwoche 25 freigeschaltet.