„Durch seine Verortung an den Hochschulen als ‚Brutstätten‘ neuer Technologien und Anwendungsszenarien kommt dem Hochschulsport ein hohes Innovationspotential zu“, weist Prof. Dr. Andreas Hebbel-Seeger, selbst 1989 bei der Universiade in Duisburg Silbermedaillen-Gewinner im gesteuerten Vierer (Rudern), auf die wichtige Stellung des Hochschulsports als Hochschuleinrichtung hin.
Wie wichtig die Impulse sind, die von einer solch großen Veranstaltung wie der Universiade ausgehen, weiß auch der damalige adh-Generalsekretär Till Lufft, der noch heute mit besonderen Gefühlen auf die Zeit im Frühjahr und Sommer 1989 zurückblickt: „Der adh hat eine sich bietende Chance entschlossen ergriffen und zusammen mit den Partnern eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt, die auch über die Wettkampftage hinaus eine vielfältige, positive Wirkung entfaltet hat.“ In nur 153 Tagen organisierten Lufft und die Mitglieder des Organisationsteams damals nach der Rückgabe durch Sao Paulo das wohl schnellste Sport- und Kulturfest der Welt.
Prof. Dr. Hebbel-Seeger will jedoch dabei die universitären Wettkampfangebote nicht nur als bloßen Nachweis der organisatorischen und logistischen Leistungsfähigkeit eines potentiellen Ausrichters von Sport(groß-)veranstaltungen interpretiert wissen. Vielmehr sei der besondere Charakter solcher Veranstaltungen wichtig: „Entsprechend ist die FISU vor dem Hintergrund der skizzierten Gemeinsamkeiten bemüht die Spezifika des studentischen Spitzensport herauszuarbeiten.“
In seinem Grußwort unterstrich der Duisburger Oberbürgermeister und Mitgastgeber, Sören Link, die Bedeutung der Universiade 1989 für die nachhaltige Entwicklung der Sportstadt Duisburg. Im Anschluss trugen sich zudem verschiedene Personen, die 1989 in wichtigen Funktionen an der Universiade-Umsetzung mitgewirkt hatten, und auch heutige Funktionsträger im Hochschulsport oder in der Politik in das goldene Buch der Stadt Duisburg ein.
Abschließend gingen in einer Gesprächsrunde unter anderem Bernd Neuendorf, Staatssekretär des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Leonz Eder, Vizepräsident der International University Sports Federation (FISU), Prof. Dr. Jürgen Gramke, damaliger Verbandsdirektor beim Kommunalverband Ruhrgebiet, und Michaela Röhrbein, die Leiterin des Zentrums für Hochschulsport der Leibniz Universität Hannover, auf zukünftige Perspektiven von universitären Sportgroßveranstaltungen ein.
Fotos zur Veranstaltung
Video zur Veranstaltung
