„Bei den EUSA-Games wird neben dem hohen sportlichen Anspruch auch der interkulturelle Austausch gelebt wie kaum wo anders. Ganz nach dem Motto: ‚Gewinnen wollen alle, aber nicht um jeden Preis‘, bekommt die Veranstaltung ein ganz einzigartiges Flair“, hebt Jörg Verhoeven (Uni Münster) den besonderen Charakter der Veranstaltung hervor. Der Hochschulsportleiter war 2012 bei der Premiere der EUSA-Games Delegationsleiter des adh-Supportteams. Bei der Veranstaltung des Europäischen Hochschulsportverbands werden parallel Wettkämpfe in zehn verschiedenen Sportarten ausgetragen. Die diesjährigen EUSA-Games finden in den benachbarten Niederlanden statt. Vom 24. Juli bis zum 8. August gastieren die Studentinnen und Studenten in Rotterdam.
36 deutsche Hochschulteams gemeldet
Mit dabei sind auch Hochschulen aus Deutschland. Anders als bei den Universiaden entsenden die Hochschulen und nicht der adh die Athletinnen und Athleten. Der adh unterstützt diese aber in der Vorbereitung und vor Ort in den unterschiedlichen Organisationsbereichen. Zudem trifft er die sportfachliche Auswahl der deutschen Vertretungen. Laut EUSA-Reglement ist aus jeder Nation je ein Team pro Sportart startberechtigt. Im Regelfall ist dies der Deutsche Hochschulmeister des Vorjahres. In Ausnahmefällen – bei Verzicht des Hochschulmeisters oder zusätzlichen Startplätzen – können die zweit- und drittplatzierten Hochschulen ebenfalls berücksichtigt werden.
Entsendung bringt Hochschulen viele positive Effekte
Bislang wurden für die Spiele in Rotterdam deutsche Hochschulteams in den Sportarten Badminton, Basketball, Fußball, Futsal, Rudern, Tennis, Tischtennis und Volleyball gemeldet. Damit sind rund 220 deutsche Studierende für die zweiten EUSA-Games nominiert. Die meldestärkste Hochschule ist die WG Hamburg mit fünf Teams im Rudern. „Für die Hochschulen ist die Teilnahme aus mehreren Gründen interessant. Zum einen bedient sie die Nachfrage nach Wettkampfangeboten. Sie wirkt aber auch identifikationsstiftend innerhalb der Bildungseinrichtung. Durch die Teilnahme entsteht eine enge Bindung zur Hochschule. Außerdem kann sich die Hochschule im Umfeld als sportfreundlich präsentieren und in der Region als Sportanbieter darstellen“, erklärt adh-Sportdirektor Thorsten Hütsch die Beweggründe der entsendenden Hochschulen. Insgesamt haben 20 deutsche Hochschulen Teams für die Spiele gemeldet:
WG Aachen
WG Berlin
WG Bochum
WG Bremen
Uni Duisburg-Essen
TU Dresden
WG Dortmund
Uni Frankfurt
WG Freiburg
WG Hamburg
WG Hannover
WG Heidelberg
WG Köln
WG Mainz
WG München
WG Münster
WG Saarbrücken
ABK Stuttgart
WG Stuttgart
WG Würzburg
EUSA-Games als größtes europäisches Multisport-Event
Turnierdirektor Henk Smit ist mit der bisherigen Meldezahl sehr zufrieden: „Es ist ein tolles Resultat schon nach der ersten Anmeldephase 276 Teams zu haben. Wir hoffen zusammen mit unseren Partnern, der Erasmus Universität Rotterdam, Rotterdam Topsport, der Stadt Rotterdam und dem Niederländischen Hochschulsportverband, 2700 studierende Athleten aus ganz Europa begrüßen zu können und freuen uns auf ein internationales, großartiges und sportliches Event!“
