adh-Fortbildung: Differenziertes Krafttraining

Fit und schmerzfrei bleiben und so die eigene Lebensqualität erhalten – das ist Ziel des gesundheitsorientierten Krafttrainings. Die adh-Fortbildung „Differenziertes Krafttraining - Trainingsplanung und Strategien für ein lebenslanges Krafttraining“ zeigte zwanzig Übungsleitenden der Mitgliedshochschulen Strategien und Wege in diesem gesundheitssportlichen Bereich auf.

Am 18. und 19. Januar 2014 reisten 20 wissbegierige Übungsleitende von Hochschulsporteinrichtungen verschiedener Hochschulen nach Halle (Saale), um an dem adh-Fortbildungsangebot „Differenziertes Krafttraining“ von und mit den erfahrenen Trainern des Kraft-, Fitness- und Gesundheitszentrums im Universitätssportzentrum (USZ) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg teilzunehmen.

Der Fokus des Seminars zielte in Theorie und Praxis auf das Training der Bauch- und Rückenmuskulatur. Auf Grundlage detaillierter anatomisch-funktioneller Erörterungen durch den Seminarleiter Detlef Braunroth (Diplom Sportwissenschaftler und Mitarbeiter am USZ) wurden den Teilnehmenden die Sinnhaftigkeit, Qualität und Wirkung von gesundheitsorientierten Kraftübungen eloquent vermittelt.

Strategieplanung für ein lebenslanges gesundheitsorientiertes Krafttraining

Mit einem interessanten historischen Abriss, untersetzt mit lustigen Anekdoten über die Entwicklung des Krafttrainings, führte Braunroth in den Themenkomplex ein. Darauf aufbauend vermittelte Birgit Frank (Master Gesundheitsmanagement und Dozentin für die DHfPG Leipzig) anschaulich das Thema einer effektiven Trainingsplanung und zeigte Strategien für ein lebenslanges gesundheitsorientiertes Krafttraining auf. Aus dem Kanon der Basismethoden beschrieb Frank dann detailliert die grundlegenden Methoden des Kraftausdauer- und Hypertrophie-Trainings und belegte mit aktuellen Studien, dass sehr gute Anpassungserfolge im Krafttraining erzielt werden, wenn das Prinzip des sportlichen Trainings im Allgemeinen und die Prinzipien des gesundheitsorientierten Muskeltrainings sowie des Variantenwechsels und der Trainingsmotivation berücksichtigt werden.

Praxisnahe Beispiele

Im Anschluss wurden in Praxiseinheiten Übungsbeispiele ausprobiert. Unterstützt vom Trainerteam des USZ, führte Braunroth durch drei Praxisblöcke des Seminars, die auf die Selbsterfahrung, die Entwicklung von Korrekturfähigkeiten, das Kennenlernen der Variationsbreite und die Durchführung von Schwerpunktübungen gerichtet waren. Mit speziellen Trainingsmaschinen, Sprossenwand und Klimmzugstange, Petziball, verschiedenen Stütz-Bänken, Schlingen, Wippen, Langhanteln, freien Gewichten und einer Hexhantel wurde den Übungsleitenden eine abwechslungsreiche Variationsbreite und reichlich neue Ideen für die Trainerarbeit vermittelt. Nicht zuletzt bereicherten in den Pausen viele Fachgespräche und Diskussionen unter den Teilnehmenden und natürlich auch die vom Team des USZ bereitgestellte gesund-leckere Verköstigung das Wochenendseminar.

Dementsprechend positiv fiel auch das Fazit von Sabine Dreibrodt (Hochschule Magdeburg-Stendal) nach dem Seminar aus: „Der Transfer der Seminarergebnisse wird unsere tägliche Übungsleiter- und Trainertätigkeit in den Fitness- und Krafttrainingsgruppen der Hochschulsporteinrichtungen unterstützen“.

Quelle: Malte Berthold (Uni Halle-Wittenberg) und Sabine Dreibrodt (HS Magdeburg-Stendal)