Bereits in den Vorläufen zeigte sich die Geschlossenheit der deutschen Mannschaft. Trotz einer vergleichsweise kleinen Teamgröße und zahlreicher Doppelstarts gelang es, alle elf Boote für die A-Finals zu qualifizieren. Damit erzielte Team Studi eine 100-prozentige A-Finalquote – ein Ergebnis, das bei einer Studierenden-WM in dieser Form bislang einmalig ist.
Für die ersten deutschen Goldmedaillen sorgten der Mixed-Doppelvierer und der Frauen-Vierer ohne. Im Mixed-Doppelvierer setzten sich Timo Strache (HS Hannover), Til Schindelhauer (HS Fresenius), Lena Wölke (HS Magdeburg-Stendal) und Rianne Lagerpusch (Uni Frankfurt) gegen die Boote aus Italien und Spanien durch und sicherten sich den Titel. Auch im Frauen-Vierer ohne blieb das deutsche Boot erfolgreich. Lena Gresens (Charite Berlin), Frederike Patora (Uni Rostock), Charlotte Ebel und Mathilda Kitzmann (beide University of Cambridge, England) ruderten vor Großbritannien und Italien zum Sieg.
Eine weitere Medaille gewann Tom Gränitz (HS Fresenius) im Männer-Einer. Hinter dem spanischen Sieger und vor dem italienischen Starter belegte er den zweiten Platz und sicherte sich damit Silber.
Zweimal Bronze rundete das deutsche Medaillenergebnis ab. Im Frauen-Doppelzweier kamen Lena Wölke und Rianne Lagerpusch auf den dritten Rang. Ebenfalls Bronze gewann der Männer-Zweier ohne mit Kaspar Virnekäs(Uni Bochum) und Simon Schubert (TU Dresden).
Auch die übrigen deutschen Boote überzeugten mit starken Platzierungen in den A-Finals. Der Männer-Achter und der Frauen-Einer belegten jeweils den fünften Platz. Ebenfalls Rang fünf erreichte der Männer-Vierer ohne, während der Frauen-Achter ebenfalls als Fünfter ins Ziel kam. Der Frauen-Zweier ohne und der Männer-Doppelzweier beendeten ihre Finals jeweils auf dem sechsten Platz.
Mit elf A-Finalteilnahmen und fünf Medaillen unterstrich Team Studi damit seine internationale Konkurrenzfähigkeit. Besonders die geschlossene Mannschaftsleistung sticht dabei hervor: Mit einer kompakten Mannschaft wurden alle möglichen Bootsklassen besetzt und in jeder Disziplin die Qualifikation für das A-Finale erreicht.
In der Nationenwertung setzte sich Italien als einzige weitere Nation mit vollständiger Präsenz in allen Bootsklassen deutlich durch und gewann in jedem Rennen eine Medaille. Für Deutschland bleibt dennoch eine positive Bilanz. Unter den gegebenen finanziellen und strukturellen Rahmenbedingungen gelang die maximale Ausbeute bei den A-Finalteilnahmen. Die fünf Medaillen zeigen zudem, dass Team Studi auch in der internationalen Spitze konkurrenzfähig ist. Eine detaillierte sportliche Auswertung der WUC folgt in der Nachbereitung.
