Peter Lynen (RWTH Aachen) und Nico Sperle (adh-Vorstandsvorsitzender, Vice-Chair der FISU Education-Kommission) sprachen bei der FISU-Konferenz 2013 zum Thema: “Leading a healthy lifestyle, how can University Sport and Olympic Sport contribute?”.
Dabei stellten sie die Fragen, ob der Olympische Sport ein Modell mit Vorbildfunktion für einen gesunden Lebensstil sein und welchen Beitrag der Hochschulsport für eine Gesundheitsorientierung leisten kann, in den Mittelpunkt des Vortrags.
Die Olympischen Spiele würden insbesondere wegen immer wieder auftretender Dopingprobleme ihrer Stars nicht als positives Vorbild taugen. Im Gegenteil, die olympischen Vorbilder weisen oft in eine falsche Richtung und sind geeignet, den Konsum von Drogen und leistungsfördernder Medikamente zu verstärken. So würden immer häufiger Studierende auf Drogen zurückgreifen, um im Studium leistungsfähiger zu sein beziehungsweise um gegen ihre stressbedingten körperlichen Probleme anzugehen. Lynen und Sperle stellten in diesem Kontext aktuelle Studien aus den USA und Deutschland vor, die die Zusammenhänge zwischen den Studienbelastungen und dem erhöhten Konsum von leistungssteigernden Mitteln aufzeigen.
Anhand der Netzwerkarbeit im Bereich der Gesundheitsförderung an deutschen Hochschulen, im adh und an den deutschen Hochschulsporteinrichtungen sowie anhand von Praxismodellen, unter anderem im Bereich der Gesundheitstage, zeigten sie das Potential des Hochschulsports für eine Gesundheitsbildung auf. Die zahlreichen Aktivitäten im gesundheitsorientierten Bereich eignen sich hervorragend für die Erziehung zu einem gesundheitsorientierten Lebensstil.
Sperle und Lynen vertraten allerdings auch die Ansicht, dass sich sowohl die Olympischen Spiele als auch die Universiade durch ihre große Medienpräsenz hervorragend als Plattform eignen, um Studierende für einen gesunden Lebensstil zu gewinnen. Die Athletinnen und Athleten können dabei als Botschafter dienen, die künftigen Leistungsträger der Gesellschaft zu erreichen.
