Den Beginn in die Auftaktbegegnung gegen die Universität Straßburg hatten sich die Spieler der HfPV Wiesbaden anders vorgestellt. Nach 25 Minuten Spielzeit lagen die Hessen mit 4:10 im Rückstand. „Zunächst kamen wir nicht ins Rollen und zeigten eine ganz schwache Angriffsleitung“, sagte Thorsten Serafin, Betreuer der Handballmannnschaften der HfPV Wiesbaden. Doch in der zweiten Halbzeit zeigten die Wiesbadener, die in diesem Jahr den vierten Platz bei der DHM Endrunde Handball belegt haben, ihr anderes Gesicht. Mit Hilfe einer stabilen Defensive arbeiteten sich die Sportler aus der hessischen Landeshauptstadt zurück ins Spiel. Nach Ablauf der Spielzeit feierten die Spieler der HfPV einen schlussendlich ungefährdeten 27:17-Auftaktsieg.
Nach dem Erfolg am Montag wollten die Wiesbadener auch am Dienstag überzeugen. Doch gegen die Spieler der Universität Pitesti (Rumänien) kamen die Hessen wiederum schlecht in die Partie. Dem Rückstand aus der ersten Hälfte liefen die Rheinhessen im zweiten Durchgang hinterher. Trotz einer erneut guten Leistung und beeindruckenden Aufholjagd nach der Pause, verhinderten in diesem Spiel kleine technische Fehler und verworfene Siebenmeter den erneuten Triumph. Mit 22:25 verloren die Wiesbadener am Ende gegen provokant und aggressiv spielende Rumänen, die sich des Öfteren am Rande der Legalität bewegten.
Für eine Überraschung sorgten die Frauen der HfPV Wiesbaden. Gegen die favorisierten Spielerinnen der Universität Malaga gelang den Sportlerinnen vom Main ein beeindruckender 29:17-Erfolg. Dabei legten die Wiesbadenerinnen den Grundstein für den Sieg in der ersten Halbzeit. „Bei uns klappte von Beginn an alles. Unsere Abwehr und unsere Torfrau stellten ein Bollwerk dar. Im Angriff spielte die komplette Mannschaft am persönlichen Maximum“, analysierte Serafin. Mit dieser starken Leistung gingen die Hessinnen mit einer Zehn-Tore Halbzeitführung in die Kabinen. Auch im zweiten Teilabschnitt begeisterten die Sportlerinnen aus Deutschland. Mit einem guten und klugen Spiel verteidigten die Wiesbadenerinnen ihren Vorsprung über die Zeit. Am Ende stand ein 29:17-Sieg zum Auftakt in die EUC.
Während die Frauen der HfPV Wiesbaden in der Gruppe A um die beste Ausgangposition für die K.o.-Runde spielen, gehen die Spielerinnen der Uni Konstanz in der Vorrundengruppe B an den Start. Im ersten Spiel verloren die Sportlerinnen vom Bodensee ihre Partie am Dienstag gegen die Universität Vincent Pol aus Polen mit 19:23. Für die Süddeutschen geht es heute gegen die Mannschaft der Universität Aveiro (Portugal) um weitere wichtige Punkte.
Bis zum 09. August 2015 spielen die besten europäischen Handballmannschaften in Braga noch um die EUC-Titel
