Am Ende der EUC Handball in Braga gab es allen Grund zum Jubeln. Insbesondere die zweitplatzierten Handballerinnen aus Wiesbaden blicken auf ein erfolgreiches Turnier zurück. Nach zwei deutlichen Siegen und einer knappen Niederlage sicherten sich die Wiesbadener Handballerinnen mit einem souveränen 36:32 Sieg gegen Marmara im letzten Vorrundenspiel den Gruppensieg in der Gruppe A. Damit kam es zu einem deutsch-deutschen Halbfinale zwischen den Spielerinnen der HfPV Wiesbaden und der Uni Konstanz. Das Team aus Konstanz hatte dank eines besseren Torverhältnisses bei 2:4 Punkten die Vorrunde als Gruppenzweiter der Gruppe B beendet.
Im Duell der beiden deutschen Mannschaften führten die Frauen der HfPV Wiesbaden ihren Siegeszug fort und sicherten sich mit einem starken 33-:21 Sieg den Platz im Finale. Die Leistung der Wiesbadenerinnen ist besonders beachtlich, wenn man bedenkt, dass die Mannschaft mit einem Kader von nur neun Spielerinnen bei der EUC Handball angetreten war. „Unsere Mädels haben das Spiel mit ihrem Minikader grandios durchgezogen. Alle Spielerinnen spielten konstant an ihrem oberen Leistungslevel“, so Thorsten Serafin, der Betreuer der Handballmannschaften der HfPV Wiesbaden.
Im Finalspiel gegen das starke Team der Vincent Pol Universität (Polen) hielten die deutschen Spielerinnen zunächst gut mit. Doch gegen Ende der ersten Halbzeit verschaffte sich die polnische Mannschaft einen Vorsprung, den die Wiesbadenerinnen auch in der zweiten Halbzeit nicht aufholen konnten. Für einen Sieg reichte es somit nicht ganz, doch auch der zweite Platz ist eine beachtliche Leistung für die deutsche Mannschaft.
Für die Handballerinen der Uni Konstanz ging es nach der Niederlage im Halbfinale im letzten Spiel um Platz drei. Dort trafen sie auf die spanische Mannschaft der Universität Malaga, welche von Beginn an das Spiel dominierte. Damit schlossen die Konstanzer Spielerinnen nach einer 21:31 Niederlage das Turnier als Viertplatzierte ab.
Die Wiesbadener Männer waren zunächst mit einem glatten Sieg gegen Straßburg (Frankreich)und einer knappen Niederlage gegen die Mannschaft aus Pitesti (Rumänien) in das Turnier gestartet. Mit einem sensationellen Sieg im Anschluss gegen die starke portugiesische Mannschaft aus Minho, die letztendlich wie auch im Vorjahr als Sieger aus dem Turnier ging, standen die Chancen auf eine gute Platzierung hoch. Im darauffolgenden Spiel kam es allerdings in der zweiten Halbzeit zu einem deutlichen Einbruch der deutschen Mannschaft und die Spieler verloren gegen die Mannschaft aus Cordoba (Spanien). Damit hing von dem letzten Spiel der Vorrunde gegen die zweite portugiesische Mannschaft im Turnier ab, ob das deutsche Team um Platz drei oder Platz fünf spielt. Glücklicherweise hatten die Wiesbadener bis zu diesem Spiel wieder zu ihren Kräften zurückgefunden und freuten sich nach einem glatten 32:22 Sieg auf das Spiel um Platz drei.
Im Abschlussspiel trafen die deutschen Handballer erneut auf die Mannschaft aus Straßburg, die sie im ersten Spiel glatt besiegt hatten. Diesmal stellte sich das Spiel jedoch als deutlich umkämpfter dar und keine der beiden Mannschaften schaffte es, sich frühzeitig abzusetzen. Zur Halbzeit führte Wiesbaden mit 15:14. In der zweiten Hälfte ging es zunächst ausgeglichen weiter und die Wiesbadener arbeiteten sich bis zu einer 31:29 Führung vor. Doch zum Ende hin ließ die Konzentration noch einmal nach und die Deutschen kassierten unglücklich drei Gegentore in letzter Minute. Dennoch zeigten sie eine respektable Leistung und alle drei Teams aus Deutschland können stolz auf ihre Platzierungen sein.
