Zielgruppengerechte Kommunikation als Erfolgsfaktor: Drittes Seminar der Qualifizierungsreihe an der Uni Mainz

Am 16. und 17. Juni fand an der Uni Mainz das dritte Seminar der Qualifizierungsreihe „Gesundheitsmanagement im und durch den Hochschulsport“ statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die zielgruppengerechte Kommunikation als wichtiger Erfolgsfaktor für die Entwicklung und Sichtbarkeit gesundheitsförderlicher Angebote an Hochschulen. Darüber hinaus reflektierten die Teilnehmenden gemeinsam mit ihren Patinnen und Paten die Fortschritte an ihren Standorten und tauschten sich über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven aus.

Nach der Begrüßung durch Katharina Walch, stellvertretende Leitung des Allgemeinen Hochschulsports der Uni Mainz, und Dustin Rehder, Projektkoordinator Sport- und Gesundheitsförderung, eröffneten die Seminarleiterinnen Dr. Brigitte Steinke und Lisa Jung die Veranstaltung mit bewegten Murmelgruppen. In diesen Gesprächsrunden blickten die Teilnehmenden auf persönliche Erfolgserlebnisse seit dem letzten Seminar zurück und reflektierten zugleich aktuelle Herausforderungen in ihrem Arbeitsalltag. Dabei wurde deutlich, dass die Kommunikation von Gesundheits- und Hochschulsportangeboten zahlreiche Herausforderungen mit sich bringt und gleichzeitig großes Entwicklungspotenzial bietet und die Teilnehmenden daher voller Vorfreude auf den bevorstehenden Workshop blicken.

Bevor der thematische Schwerpunkt des Seminars in den Fokus rückte, erarbeiteten die Teilnehmenden die Grundlagen einer Stakeholderanalyse. In Kleingruppen identifizierten sie die für den Hochschulsport relevanten Interessensgruppen und diskutierten deren Bedeutung für die erfolgreiche Umsetzung gesundheitsförderlicher Maßnahmen.
 

 

Am Nachmittag übernahm Christian Deffte, Diplom-Sportökonom und Consultant beim Kölner Institut für Managementberatung, die inhaltliche Gestaltung des Workshops. Nach einem interaktiven Einstieg führte er in das Konzept der Personas ein. Diese helfen dabei, Zielgruppen greifbar zu machen, indem sie typische Eigenschaften, Bedürfnisse und Interessen beispielhaft darstellen. Aufbauend darauf analysierten die Teilnehmenden, weshalb bestimmte Angebote ihres Hochschulsports teilweise nur eingeschränkt wahrgenommen werden, und entwickelten erste Lösungsansätze für eine zielgerichtetere Ansprache.

Anhand praxisnaher Beispiele aus dem Sportmarketing wurde deutlich, wie wichtig eine passgenaue Kommunikation für den Erfolg von Angeboten ist. Besonders kreativ gestaltete sich die Entwicklung eigener Personas: Mit viel Engagement und Humor entstanden charakteristische Zielgruppenprofile, die im Anschluss als Grundlage für konkrete Kommunikationsmaßnahmen dienten. Ergänzend wurden verschiedene Instrumente zur Zielgruppenanalyse vorgestellt, die Hochschulsporteinrichtungen dabei unterstützen können, ihre Kommunikationsstrategien datenbasiert weiterzuentwickeln.

Den Ausklang des ersten Seminartages bildete eine gemeinsame Stadtführung durch die historische Altstadt von Mainz. Diese bot Gelegenheit, die zahlreichen Eindrücke des Tages in informeller Atmosphäre weiter zu vertiefen und den standortübergreifenden Austausch fortzuführen.

Zum zweiten Seminartag begrüßten die Seminarleiterinnen auch die Patinnen und Paten der Qualifizierungsreihe. Nach einem Rückblick auf die Erkenntnisse des Vortages berichteten die Teilnehmenden, welche konkreten Impulse sie für ihre Arbeit an den Hochschulen mitnehmen. Besonders häufig wurde die Bedeutung einer zielgruppenspezifischen Ansprache hervorgehoben – etwa durch eine direkte Kommunikation in der Du-Form statt allgemeiner und wenig adressatengerechter Formulierungen.

Im weiteren Verlauf präsentierten die Teilnehmenden die gemeinsam mit ihren Patinnen und Paten weiterentwickelten Visionboards. Diese dokumentieren die Entwicklung der jeweiligen Standorte seit Beginn der Qualifizierungsreihe und machten die Fortschritte eindrucksvoll sichtbar. Die Berichte reichten von der Ausbildung psychologischer Ersthelfender über erfolgreich durchgeführte Gesundheitstage bis hin zu wichtigen Meilensteinen beim Aufbau eines universitären Gesundheitsmanagements. Gleichzeitig wurden auch bestehende Herausforderungen offen diskutiert. „Der kollegiale Austausch ermöglichte es, neue Perspektiven zu gewinnen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln“ so Katharina Walch in ihrer Rolle als Patin.

Nach dem traditionellen Gruppenfoto stand zum Abschluss des Seminars ein Walk & Talk auf dem Programm. In Tandems aus Patinnen beziehungsweise Paten und Teilnehmenden reflektierten die Beteiligten ihre bisherigen Erfahrungen innerhalb der Qualifizierungsreihe. Anhand der Leitfragen „Was habe ich wahrgenommen?“, „Welche Wirkungen haben diese Wahrnehmungen auf mich?“ und „Welchen konkreten Wunsch habe ich?“ wurden persönliche Erkenntnisse vertieft und nächste Entwicklungsschritte formuliert.

Rehder bilanziert: „Das dritte Seminar machte einmal mehr deutlich, dass erfolgreiche Gesundheitsförderung an Hochschulen nicht nur von guten Angeboten abhängt, sondern ebenso von einer zielgruppengerechten Kommunikation“. Die Teilnehmenden kehrten mit zahlreichen praktischen Impulsen und neuen Perspektiven an ihre Standorte zurück, um die Weiterentwicklung gesundheitsförderlicher Strukturen gemeinsam mit ihren Patinnen und Paten vor Ort voranzutreiben.

Bilder zur Veranstaltung