05.08.2026 | Kategorie: Gesundheit , Bewegt studieren , 2026

Projektvorstellung „Bewegt studieren!“: Move Together – Connect Forever der Uni Augsburg

Mit der Initiative „Bewegt studieren!“ fördern der adh und die Techniker Krankenkasse (TK) bundesweit innovative Projekte, die Bewegung und Gesundheit nachhaltig im Hochschulalltag verankern. Wir stellen die vielfältigen Projektideen der beteiligten Hochschulen der Initiative vor – diese Woche an der Reihe: die Hochschule Ansbach.

Das Projekt „Move Together – Connect Forever“ der Uni Augsburg zielt darauf ab, Studierenden durch niedrigschwellige, peer-gestützte Bewegungs- und Gesundheitsformate Möglichkeiten zur Begegnung, Vernetzung und sozialen Teilhabe zu eröffnen. Auf diese Weise soll Einsamkeit im Hochschulkontext präventiv entgegengewirkt werden.

Die Umsetzung erfolgt schrittweise. Zunächst wird eine bereits vorliegende Blitzumfrage zur Einsamkeit unter Studierenden an der Universität Augsburg ausgewertet. Parallel dazu führen Lehramtsstudierende im Rahmen ihrer Zulassungsarbeiten Interviews durch, um Bedarfe, Herausforderungen und potenzielle Ansatzpunkte für geeignete Maßnahmen zu identifizieren.

Darauf aufbauend werden niedrigschwellige Bewegungs- und Spielformate auf dem Campus pilotiert und evaluiert, zum Beispiel Yoga, Energizer, Teamspiele in Bibliothek, Mensa oder Outdoor-Bereichen.

Mit dem Format „Focus & Flow“ konnte bereits im Sommersemester 2026 ein erstes Pilotprojekt erfolgreich in den Teilbibliotheken Geisteswissenschaften und Medizin umgesetzt werden. Studierende hatten die Möglichkeit, direkt in den Räumlichkeiten der Universitätsbibliothek an einem 45-minütigen Yoga-Flow teilzunehmen und anschließend gemeinsam weiterzulernen. 

„Die Blitzumfrage zeigte, dass Studierende insbesondere niedrigschwellige Veranstaltungsformate ohne Partycharakter sowie Möglichkeiten zur studiengangsübergreifenden Vernetzung wünschen. Diesem Bedarf möchten wir mit unserem Projekt gezielt begegnen“, erläutert Projektkoordinatorin Sandra Burger.

Im Projektteam wurden darüber hinaus weitere Maßnahmen entwickelt. Dazu zählen ein Veranstaltungszeitraum zu Semesterbeginn mit offenen Bewegungs- und Begegnungsangeboten auf dem Campus wie beispielsweise Spikeball oder Walk-&-Talk-Formate) sowie die Konzeption einer Buddy- bzw. Spielpartnerbörse. Die konkrete Ausgestaltung dieser Ideen soll im Rahmen einer Lehrveranstaltung partizipativ durch eine Studierendengruppe erfolgen.

Langfristig ist vorgesehen, studentische Anleitende zu „Ersthelfenden für psychische Gesundheit“ zu qualifizieren. Ziel ist es, psychosoziale Ressourcen gezielt zu stärken und frühzeitige Unterstützungsmöglichkeiten auszubauen. Ergänzend sind regelmäßige Austausch- und Supervisionsformate in Kooperation mit der psychologischen Beratung geplant. Perspektivisch sollen die Maßnahmen inhaltlich weiterentwickelt werden, um den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und psychischer Gesundheit stärker in den Fokus zu rücken und die Sensibilisierung für dieses Themenfeld innerhalb der Universität zu fördern.

Für eine nachhaltige Verankerung ist eine curriculare Einbindung über Lehrveranstaltungen im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention sowie eine strukturelle Anbindung an das Gesundheitsmanagement und den Hochschulsport vorgesehen. Studierende werden über das Projektkernteam, den AStA, die Fachschaften, studentische Hilfskräfte sowie einschlägige Lehrveranstaltungen aktiv in die Konzeption, Umsetzung und Weiterentwicklung eingebunden und gestalten die Maßnahmen partizipativ mit.

Nähere Infos zum Projekt