Schon am ersten Tag der Wettkämpfe im ungarischen Pécs schrammten die deutschen Studierenden an der Medaille vorbei. Lisa-Nadine Hug (Uni zu Köln) kämpfte sich durch die Hoffnungsrunde ins kleine Finale. Dort traf die Deutsche auf eine Ringerin aus Rumänien. Beide Kämpferinnen überzeugten und zeigten einen spannenden Kampf. Kurz vor dem Ende des Kampfes schaffte es die Rumänin, die gewinnbringende Technik zu vollenden. Am Ende freute sich die Osteuropäerin über Bronze. Für Lisa-Nadine Hug blieb der fünfte Rang.
Noch ein bisschen näher an der Medaille war Felix Radinger von der TU Darmstadt. Der Deutsche gewann seinen Auftaktkampf in der Gewichtsklasse bis 98 Kilogramm gegen Yonehira aus Japan. In der Folge verlor Radinger zwar gegen den späteren Sieger aus der Türkei, kämpfte sich aber durch die Hoffnungsrunde zurück ins Turnier. Im kleinen Finale traf Radinger dann auf den Rumänen Alin Alexuc-Ciurariu. Gegen den Junioren-Vizeweltmeister, der auch in der Bundesliga an den Start geht, erkämpfte sich Radinger eine 2:0-Führung. Eine Minute vor dem Ende gelang dem Student aus Rumänien mit einer beherzten Attacke die entscheidende Technik. Zwar befreite sich der Deutsche aus der Situation, konnte die wenigen Sekunden aber nicht mehr für einen erneuten Punktgewinn nutzen. So musste sich auch Radinger mit dem fünften Platz begnügen.
Für den dritten fünften Platz des deutschen Teams sorgte Marius Braun. Der Student der Uni Tübingen, der erst seit sechs Jahren auf die Ringermatte geht, zeigte eine sehr gute taktische Leistung. Trotz einer Auftaktniederlage gegen den späteren Sieger aus der Türkei verschaffte sich Braun in der Hoffnungsrunde eine gute Ausgangssituation und erreichte das kleine Finale. Dort traf der Deutsche, der in Pécs zum ersten Mal an einem internationalen Turnier teilnahm, auf den Polen Przepiorka. In einem knappen Duell entschieden schlussendlich die Kampfrichter über Sieg und Niederlage. Nach einer unübersehbaren Situation verteilten sie den siegbringenden Punkt an den Polen. Auch wenn Braun in der Folge noch einmal alles versuchte, musste der Deutsche sich geschlagen geben.
Die restlichen deutschen Starter mussten sich im ersten Kampf geschlagen geben. Francis Weinhold (Uni Potsdam/-75kg), Toni Stade (Uni Jena/-66kg), Alexander Hast (Uni Leipzig/-74kg) und Niklas Dorn (HS Darmstadt/-61kg) nutzten die Weltmeisterschaft der Studierenden, um Erfahrung auf internationalem Niveau zu sammeln.
