Ju-Jutsu: Erfolgreiches Debüt in Brasília
Die erste Teilnahme bei einer WUC im Ju-Jutsu erwies sich für Team Studi als voller Erfolg. Bei den Titelkämpfen in Brasilia vertraten drei deutsche Studierende den adh und kehrten mit zwei Medaillen sowie einer weiteren Top-Platzierung zurück. Vor Ort wurde die Mannschaft von Disziplinchef Rado Mollenhauer betreut, der zugleich als offizieller Vertreter Deutschlands fungierte.
Die internationale Konkurrenz war hochkarätig besetzt und hatte in vielen Gewichtsklassen Erfahrung von Weltmeisterschaften zu bieten. Für das herausragende Ergebnis aus deutscher Sicht sorgte Samantha Hoffmann (Euro-FH Hamburg) in der Purple-Belt-Division der Frauen bis 57 Kilogramm. Die deutsche Starterin unterlag lediglich Aksarapak Sirmak aus Thailand und sicherte dem deutschen Team mit Silber einen historischen Erfolg.
Auch Simon Pallutt (TU Berlin) überzeugte in der Purple-Belt-Division. Erst im Halbfinale der Klasse bis 85 Kilogramm unterlag er dem späteren Sieger. Die Bronzemedaille blieb als verdienter Lohn für seinen starken Auftritt. Nur denkbar knapp verpasste Constantin Müller (HöMS Wiesbaden) das Podest. Nach einem starken Turnierauftritt belegte er am Ende den vierten Platz und unterstrich damit die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Teams auf internationaler Ebene. Mit zwei Medaillen und einem vierten Platz fällt das Fazit der ersten Teilnahme bei einer WUC im Ju-Jutsu durchweg positiv aus und macht Hoffnung auf weitere erfolgreiche Auftritte in der Zukunft.
Ringer Eigenbrodt gewinnt Bronze
Im Ringen stand Team Studi der starken Konkurrenz großer Ringkampf-Nationen wie Iran, Russland (unter neutraler Flagge) oder Türkei gegenüber – allein der Iran gewann in zehn Gewichtsklassen starke zehn Medaillen. Aus deutscher Sicht gelang nur Gregor Eigenbrodt der Sprung auf das Podium: Im Freistil Ringen bis 79 Kilogramm sicherte sich der Student der Uni Bochum die Bronzemedaille. Moritz Langer (Uni Leipzig) verlor dagegen seinen Kampf um Bronze und wurde Fünfter. Aufgrund der Deutschen Meisterschaft im direkten Vorfeld konnten zwei Sportler erst einen Tag vor Wettkampfbeginn anreisen, was leider negativ ihre Leistung beeinflusste.
Bei den Frauen zeigte Jennifer Rößler (Uni Freiburg) eine stabile Leistung und konnte in der Klasse bis 76 Kilogramm zunächst zwei Siege erkämpfen – unter anderem gegen die spätere Siegerin Bükrenaz Sert aus der Türkei. Durch die unglückliche Niederlage in letzter Sekunde im letzten Kampf gegen die Spanierin Carla Celda war die Konstellation so unglücklich, dass nur der vierte Platz herauskam.
„Am Ende sind wir froh, dass wir als Team mit einer Medaille nach Hause fahren, wobei wir natürlich auch mindestens zwei Medaillen aufgrund von unglücklichen, aber vor allem unnötigen Niederlagen haben liegen lassen“, zeigte sich Trainer Jürgen Scheibe auch kritisch.
Jungem deutschen Karate-Team fehlt das nötige Glück
Nach dem erfolgreichen Auftreten vor zwei Jahren in Samsun hatte adh-Disziplinchef Karate Christian Baar gehofft, auch in diesem Jahr wieder ähnliche Erfolge zu feiern. „Leider konnten wir in diesem Jahr nicht das angestrebte Ergebnis erreichen. Mit dem fünften Platz von Lara Brettnacher (Europäische HS für Innovation und Perspektive) haben wir zumindest eine Begegnung im Viertelfinale gehabt“, sagte Baar.
Eine Medaille erreichte Team Studi zwar nicht, doch das junge deutsche Team steigerte sich bei starker internationaler Konkurrenz individuell während des Wettkampfes. So bleiben die beiden zweiten Plätze von Henri Diemar (HMU Erfurt) und Julian Hadizadeh (Uni des Saarlandes) während der Gruppenphase als Achtungserfolge, auch wenn der Sprung ins Viertelfinale ausblieb.
Oft verloren die deutschen Teilnehmenden gegen spätere Siegerinnen und Sieger, was aufgrund des Systems die Teilnahme an der Trostrunde und somit eine mögliche Medaille verhinderte. Dennoch nimmt das Team einen guten Eindruck aus Brasilien mit nach Hause und freut sich schon, in zwei Jahren mit mehr Erfahrung erneut anzugreifen.
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