Die drei deutschen Starter bei der WUC Ringen in Kourtane ziehen nach ihrer Heimreise ein durchwachsenes Fazit über ihre Wettkämpfe in Finnland. Felix Menzel (German Business School) startete in der Klasse Freistil bis 60 Kilogramm, Christoph Bast (EUV Frankfurt/Oder) ging in der Klasse bis 60 Kilogramm im römisch-griechischen Stil an den Start und Damian Hartmann (HU Berlin) kämpfte in der Klasse bis 74 Kilogramm, ebenfalls im römisch-griechischen Stil. Alle drei Kämpfer konnten in der Vergangenheit bereits internationale Erfahrungen sammeln, so dass sie mit berechtigten Medaillenerwartungen angereist waren.
Das dieses Unterfangen auf eine harte Probe gestellt werden würde, war mit Blick auf die Startlisten schnell klar. Der Stellenwert der Studierenden-Weltmeisterschaft nimmt bei den nationalen Verbänden einen hohen Rang ein, so dass viele Länder ihre besten Ringer in den Norden geschickt hatten. So gingen in Kourtane Sportlerinnen und Sportler an den Start, die bereits umfangreiche Erfahrungen und Medaillen auf anderen internationalen Turnieren sammeln konnten.
Die Deutschen taten sich in diesem gut besetzten Teilnehmerfeld schwer, so dass sich Felix Menzel (Platz 12) und Christoph Bast (Platz 13) schnell von ihren Medaillenhoffnungen verabschieden und die Heimreise antreten mussten.
Für Damian Hartmann lief es dagegen deutlich besser. Er besiegte in seinem ersten Kampf den Gegner aus Rumänien klar mit zwei Runden. Im Viertelfinale wartete der starke Ungar Laszlo Szabo, gegen den sich der Berliner knapp geschlagen geben musste. Doch trotz dieser Niederlage hatte er das Glück auf seiner Seite, denn da der Ungar das Finale erreichte, bekam Damian Hartmann die Chance in der Hoffnungsrunde weiterhin um eine Medaille zu ringen. Diese Chance ließ er sich dann auch nicht mehr nehmen. Nach dem klaren Sieg gegen den Japaner Takaharu Nakamura hatte im Kampf um Bronze auch Daniel Aleksandrov aus Bulgarien dem starken Deutschen nichts entgegenzusetzen. Mit seiner guten Technik und der nötigen Konstanz hatte sich der Medizinstudent bis auf das Treppchen gekämpft. Ein schöner Erfolg, der die deutsche Delegation zufrieden aus Finnland abreisen ließ und weitere spannende internationale Erfahrungen für die drei Athleten.
