Allein in den vergangenen Wochen häuften sich wieder Doping-Meldungen. Gedopten Biathleten wurden Titel aberkannt, Fußballern, die verspätet zur Dopingkontrolle erschienen waren, drohte der einjährige Ausschluss.
Der Spitzensport sieht sich dem allgemeinen, kollektiven Vorwurf, eines flächendeckenden Dopings ausgesetzt und droht im Schatten dieses „Vertrauensverlustes“ zu zerbrechen.
Übertragungen großer Sportveranstaltungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen werden ersatzlos gestrichen, große Unternehmen, die mehrere Jahrzehnte den Spitzensport finanziell und ideell unterstützt haben, stellen ihr Engagement ein.
Ist der Hochschulsport dopingfrei? Sind Akademiker die „ehrlicheren“ Sportler? Wohl kaum. Auch wenn Tugenden wie Fairness, Ehrgeiz und Ausdauer für den erfolgreichen Abschluss eines Hochschulstudiums als zwingende Voraussetzung gelten, herrschen im akademischen Wettkampf- und Breitensport vermutlich ähnliche Gepflogenheiten: Wer bei Wettkämpfen nicht schnell genug läuft oder weit genug springt, hilft nach. Und wenn Fitnesstraining nicht ausreicht, den eigenen Körper in kurzer Zeit einem Idealbild anzupassen, wird nachgeholfen...
Die Fachtagung „Doping im Hochschulsport – (k)ein Problem?“ richtet sich vorwiegend an alle im Hochschulsport tätigen Personen: Mitarbeitende, Übungsleitende, Trainer und Obleute. Gäste aus Sportverbänden, Sportvereinen und der kommunalen Sportverwaltung sind willkommen.
Anmeldeschluss ist der 16.06.2009
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