adh-Vorstand stellt Weichen für Verbandsentwicklung und internationale Positionierung

Im Rahmen seiner Sitzung am 16. und 17. April 2026 in Dieburg hat der adh-Vorstand zentrale Themen der Verbandsentwicklung beraten und wichtige Beschlüsse gefasst. Im Fokus standen unter anderem die Aufnahme neuer Mitgliedshochschulen, Entwicklungen im Wettkampfsport, Bildungs- und Gesundheitsprojekte sowie die strategische Ausrichtung des internationalen Engagements.

Zwei neue Mitgliedshochschulen stärken den adh
Der adh wächst weiter: Mit der Hochschule für Musik Karlsruhe und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe wurden zwei weitere Hochschulen in den Verband aufgenommen. Damit zählt der adh nun insgesamt 208 Mitgliedshochschulen und baut seine bundesweite Präsenz weiter aus.

Weiterentwicklung des Wettkampfsports und internationale Perspektiven
Im Bereich Wettkampf bestätigte der Vorstand das Programm für das Sommersemester 2026, das über 30 nationale Meisterschaften umfasst. Parallel laufen die Vorbereitungen für internationale Wettkämpfe auf Hochtouren, darunter die World University Championships 2026 (WUC) mit mehreren anstehenden Nominierungsentscheidungen. 

Der Vorstand nominierte außerdem das Support-Team für die European Universities Games, die vom 18. Juli bis zum 1. August 2026 in Salerno stattfinden. Dr. Sebastian Sdrenka wird als Delegationsleiter gemeinsam mit den Mitarbeitenden der adh-Geschäftsstelle Sophia Kunder, Jules Giron, Niklas Walter sowie dem Teamarzt Dr. Dieter Heinold und dem Fotografen Simon Eymann (Uni Hannover) die deutschen Hochschulen vor Ort in Italien unterstützen.

Ein besonderer Fokus lag zudem auf der möglichen Ausrichtung der FISU World University Games Winter 2031 in Deutschland. Prof. Dr. Gereon Berschin, Leiter des Sportzentrums der Uni Passau und Dr. Andreas Weishäupl, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sportzentrum, stellten erste Ideen für ein Konzept zur Ausrichtung in Passau und Umgebung gemeinsam mit Partnerländern vor. Der Vorstand begrüßte die Initiative der Uni Passau und bat das Team um Gereon Berschin, die Sondierungen weiterzuführen.

Legacy der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games als strategische Grundlage
Ein zentrales Thema der Sitzung war die Aufarbeitung des Vermächtnisses der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen systematisch in die zukünftige Verbandsstrategie und in ein internationales Lobbyingkonzept überführt werden. Inhaltlich zeigt die Legacy insbesondere Potenziale in zentralen Handlungsfeldern auf, darunter: die stärkere strategische politische Positionierung und systematisches Lobbying des Verbands, die Weiterentwicklung des Themas „Studium und Spitzensport“, die nachhaltige Verankerung von Themen wie Gesundheit, Inklusion und Nachhaltigkeit sowie der Ausbau internationaler Vernetzung und Sichtbarkeit sowie die Stärkung des studentischen Engagements und der studentischen Perspektive.

Förderung: Tandem-Mentoring startet in neue Runde
Im Bereich Bildung wurde das Projekt Tandem-Mentoring behandelt. Das Projekt geht ab Ende 2026 mit acht Mentees in eine neue Runde, um gezielt weibliche Nachwuchskräfte im (Hochschul)-Sport zu fördern. Die neu eingesetzte Projektgruppe hat bereits ihre Arbeit aufgenommen und wird das aktuelle Programm gestalten.

Bildung: Hohe Nachfrage und strategische Weiterentwicklung
Die Bildungsarbeit des adh bleibt ein zentraler Baustein für die Verbandsentwicklung. Die hohe Nachfrage nach Seminaren und Netzwerkformaten bestätigt den Bedarf in der Mitgliedschaft. Gleichzeitig wurde intensiv über die zukünftige Ausgestaltung diskutiert – etwa über das Verhältnis von Präsenz-, digitalen und hybriden Formaten sowie über die thematische Breite des Angebots. Ein klares Signal: Bildungsangebote sollen weiterhin sowohl spezifische Hochschulsportthemen als auch überfachliche Kompetenzen abdecken und damit die Professionalisierung im Hochschulsport nachhaltig unterstützen. 

Gesundheit als strategisches Handlungsfeld
Auch das Thema Gesundheit nimmt im adh weiter an Bedeutung zu. Die Initiative „Bewegt studieren!“ ist erfolgreich gestartet und vernetzt zahlreiche Hochschulen im Bereich Gesundheitsförderung. Darüber hinaus bringt sich der adh aktiv in nationale Prozesse ein, um den Hochschulsport als wichtigen Akteur im Gesundheitskontext zu positionieren und langfristig zu stärken. 

Internationales Lobbying: adh will stärker mitgestalten
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung lag auf der Entwicklung eines internationalen Lobbying-Konzepts. Im Austausch mit FISU EC-Mitglied Dr. Verena Burk wurde deutlich, wie wichtig eine aktive Mitwirkung des adh in Gremien von Organisationen wie der FISU oder der EUSA ist. Ziel ist es, die Interessen des deutschen Hochschulsports stärker einzubringen und zentrale Themen wie Nachhaltigkeit, Inklusion, Gesundheit sowie „Studium und Spitzensport“ auch international mitzugestalten. Der adh nimmt in vielen Projekten bereits eine Vorreiterrolle ein, die es gegenüber der internationalen Hochschulsportcommunity gezielt zu kommunizieren gilt. Gleichzeitig soll der internationale Austausch weiter intensiviert werden, um die Sichtbarkeit des adh als aktiver und gestaltender Verband zu stärken sowie Wissen und Erfahrungen auf internationaler Ebene zu teilen.

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