Seminar „Qualitätsmanagement im Hochschulsport“ am 05. und 06. Juli in Bielefeld

Das Thema Qualitätsmanagement stand am 05. und 06. Juli in Bielefeld im Mittelpunkt. Ziel des Seminars war es, Einblicke über Qualität, Qualitätsverständnis und Qualitätsmanagement unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Hochschulsports aufzeigen.

Nach der Begrüßung durch den Hochschulsportleiter der Universität Bielefeld, Dr. Marc Samson-Baudisch, starteten die Teilnehmenden mit einer Vorstellungsrunde, der Frage nach den Erwartungen sowie den bisherigen Erfahrungen und Anwendungen von Qualitätsmanagement innerhalb der eigenen Hochschulsporteinrichtung in das Seminar. Peter Rücker (rueckerconsult – Managementberatung im Sport) gab innerhalb seines Impulses einen umfangreichen Überblick zu Qualitätsmanagement im Sport. Nach seiner Einführung stellte er theoretische Grundlagen, verschiedene Zertifikate sowie die Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems in einer Sportorganisation dar. Qualität als strategischer Erfolgsfaktor nimmt dabei stets die Wirtschaftlichkeit, die Kunden- sowie die Mitarbeiterorientierung in den Fokus. Zunehmend erforderlich wird dies aufgrund von Konkurrenzdruck sowie der gestiegenen Anspruchshaltung von Kunden (Wertewandel). Abschließend diskutierten die Teilnehmenden den Transfer verschiedener Modelle und Systeme für den Hochschulsport. Am Ende des ersten Tages lud der Leiter die Teilnehmenden zu einer kurzen Stadtführung durch Bielefeld ein.

Der zweite Tag startete mit einem kurzen moderierten Blitzlicht und Feedback. Michael Johann vom UNISPORT Kaiserslautern startete im Anschluss mit einem Best Practice Vortrag zu einer Kundenzufriedenheitsanalyse. Hier wurde bildlich dargestellt wie interdisziplinär innerhalb der Universität Kaiserslautern mit dem Marketinglehrstuhl eine Umfrage speziell für den Hochschulsport konzipiert wurde. Die Umfrage beschäftigte sich mit den Fragen, die speziell auf die Zufriedenheit der Teilnehmenden im Hochschulsport zugeschnitten war. Es wurde deutlich, dass vor allem das breitensportlich orientierte Programm der wichtigste Faktor im Hochschulsport ist.

Im zweiten Impulsvortrag stellte Eike Garlichs eine 360 Grad Umfrage vor, die er im Hochschulsport Göttingen durchgeführt hat. Ziel war hier eine Organisations- und Teamentwickelung. In dieser Umfrage wurden verschiedene Mitarbeiterrinnen und Mitarbeiter befragt um Führungskräften ein Feedback zu geben. Nach den beiden Vorträgen ging es in einen Workshop zur konkreten Implementierung von Qualitätsmanagement im Hochschulsport. Es wurden mit Beschwerdemanagement, Programmplanung und Best Practice Beispielen drei relevante Themen identifiziert, die innerhalb der Gruppenphase bearbeitet wurden. Anschließend wurden die Ergebnisse im Plenum vorgestellt und diskutiert. Alle Teilnehmenden waren sich einig, dass es vor allem wichtig ist, Prozesse und Arbeitsabläufe genau zu definieren. Je strukturierter ein Prozess ist, desto höher ist die Qualität.

Abschließend wurde das Seminar zusammengefasst und diskutiert. Das Fazit fiel positiv aus. Es gelang, Grundlagen, Instrumente und Methoden des Qualitätsmanagements darzustellen und diese auf den Hochschulsport zu transferieren.

Ein besonderer Dank gilt dem Hochschulsport Bielefeld für die hervorragende Organisation und Durchführung des Seminars.