
Prof. Dr. Sibylle Gaisser
HS Ansbach
Das Projekt „MoveMind International“ an der HS Ansbach verfolgt das Ziel, Bewegung und mentale Gesundheit gezielt miteinander zu verbinden – mit besonderem Fokus auf internationale Studierende. Durch niedrigschwellige, überwiegend englischsprachige Bewegungsformate sollen Stress reduziert, psychosoziale Ressourcen gestärkt und die soziale Integration am Campus gefördert werden. Gleichzeitig werden deutsche Studierende bewusst einbezogen, um interkulturellen Austausch und Gemeinschaft zu stärken. Ergänzend ist geplant, kleine Bewegungselemente in Lehrveranstaltungen zu integrieren („Bewegte Lehre“) und so nachhaltig auf Angebote des Hochschulsports aufmerksam zu machen.
Die Umsetzung erfolgt in mehreren Phasen: Zunächst wird die bestehende Bedarfserhebung aus dem Projekt „Gesund Studieren“ um psychosoziale Belastungsfaktoren und Bewegungsbedarfe – insbesondere internationaler Studierender – erweitert. Darauf aufbauend werden innovative Bewegungsformate mit psychosozialem Schwerpunkt entwickelt und pilotiert (z. B. Walk & Talk, Move & Meet, World Moves, Active Learning Breaks, Buddy Moves oder achtsame Bewegungseinheiten). Begleitend werden Lehrende durch praxisnahe Handreichungen und Workshops befähigt, kurze Bewegungsimpulse in ihre Lehre einzubauen. Eine wissenschaftliche Begleitforschung mit Vorher-Nachher-Befragungen evaluiert Zufriedenheit, Nutzungsverhalten und Effekte auf das mentale Wohlbefinden. Ziel ist die langfristige Verstetigung durch Integration in Curricula und Hochschulstrukturen.
Die Partizipation der Studierenden ist zentral verankert: Die Fachschaft wurde frühzeitig eingebunden, studentische Hilfskräfte sind Teil des Projektkernteams und gestalten die Maßnahmen aktiv mit. Sie wirken an der Entwicklung der Bewegungsformate, der Öffentlichkeitsarbeit (Social Media, Welcome Days, Erstsemesterveranstaltungen) sowie an der Ansprache internationaler Studierender mit. Dadurch wird sichergestellt, dass die Angebote zielgruppenorientiert, niederschwellig und nachhaltig im Campusalltag etabliert werden.