„Ich freue mich, dass wir bei der Frauen-Vollversammlung des DOSB mit zwei Kandidaturen ein Zeichen für einen demokratischen Wahlprozess setzen konnten und wünsche Frau Tzschoppe viel Erfolg für ihre Arbeit“, gratuliert Michaela Röhrbein ihrer Gegenkandidatin zur erfolgreichen Nominierung. Mit nur 25 Stimmen Unterschied hatte die Sportwissenschaftlerin Petra Tzschoppe von der Universität Leipzig, die derzeit auch Vizepräsidentin für Breitensport und Soziales im LSB Sachsen-Anhalt ist, das bessere Ende für sich und wurde damit als Kandidatin für die Nachfolge von DOSB-Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung, Ilse Ridder-Melchers, nominiert.
„Es wurde deutlich, dass von vielen Mitgliedsorganisationen im DOSB ein Bedarf an Themenorientierung und Innovationskraft ausgeht“, sieht Röhrbein, die unter anderem Vorsitzende des Hochschulsportverbandes Niedersachsen/Bremen ist, das sehr gute Ergebnis als Ansporn und Auftrag zugleich, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen und für Ihre Ideen und Zukunftsperspektiven weiter zu werben und an deren Umsetzung zu arbeiten. „Ich werde mich dafür engagieren, dass zukünftig mehr Verbände das Forum der Frauen-Vollversammlung nutzen. Leider haben die Fachverbände und die Verbände mit besonderen Aufgaben kaum hauptamtliche Mitarbeitende im Bereich Gleichstellung, Gender und Diversity, wodurch unter anderem die Beschickung der Frauen-Vollversammlung äußerst gering ausfällt“, so Röhrbein. Die themenorientierte, strukturierte und vernetzte Zusammenarbeit zwischen den Sportverbänden und -bünden stelle aber ein wichtiges Element dar, um Synergieffekte zu schaffen.
Für die inhaltliche Arbeit im adh wirft Michaela Röhrbein ein weiteres Thema auf: „Ich werde mich dafür stark machen, dass wir uns vermehrt um die Duale Karriere von Spitzensportlerinnen kümmern. 80% der Frauen in Top-Führungspositionen in Unternehmen weltweit kommen aus dem Spitzensport. Hier sollten wir ansetzen. Spitzensportlerinnen haben einen extrem steinigen Weg, denn sie erhalten noch weniger finanzielle Mittel durch Sponsorenverträge, Prämien oder Vergütungen als ihre männlichen Kollegen. Diesem Thema sollten wir uns gerade auch im Hinblick auf die mögliche Bewerbung um die Olympischen Spiele widmen."
Kirsten Stegemann, adh-Vorstandsmitglied für Chancengleichheit und Personalentwicklung von der Universität Lüneburg kommentierte das Wahlergebnis: „Die Kandidatur von Michaela Röhrbein macht insbesondere jungen Frauen Mut, sich mit den Themen einer Verantwortungsübernahme in Führungspositionen auseinanderzusetzen, so wie es auch der adh in seinem Tandem-Mentoring-Projekt seit vielen Jahren erfolgreich forciert.“
