Benjamin Schenk, Prof. Dr. Walter Rosenthal, Dr. Arne Göring und Thimo von Stuckrad (v.l.n.r.)
15.04.2026 | Kategorie: Projekte , Bildung , Gesundheit

Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und adh: Gemeinsame Perspektive auf die Weiterentwicklung des Hochschulsports

Im Rahmen eines sehr konstruktiven Termins haben sich am 15. April 2026 Vertreter der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und des adh intensiv zur Rolle und Bedeutung des Hochschulsports im deutschen Hochschulsystem ausgetauscht. Die HRK war durch ihren Präsidenten, Prof. Dr. Walter Rosenthal, sowie den Referatsleiter für Hochschulfinanzierung, Hochschulbau, Hochschulmedizin, Transformation Nachhaltigkeit, Thimo von Stuckrad, vertreten. Für den adh nahmen Dr. Arne Göring, Vorstandsvorsitzender, und Benjamin Schenk, Generalsekretär, teil.

Gemeinsames Verständnis von Hochschulsport
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand das gemeinsame Verständnis des Hochschulsports als integralen Bestandteil ganzheitlicher Hochschulentwicklung. Einigkeit bestand darin, dass Hochschulsport weit über ein ergänzendes Freizeitangebot hinausgeht und zentrale Beiträge zu Studierbarkeit, Gesundheit, sozialer Integration, Persönlichkeitsentwicklung, Internationalisierung sowie zur gesellschaftlichen Verantwortung der Hochschulen leistet.

Perspektiven für HRK-Grundsatzentschließung
Ein zentrales Ergebnis des Austauschs war das gemeinsame Ausloten von Perspektiven für eine HRK-Grundsatzentschließung zur Rolle des Hochschulsports, die im Juli durch den Senat der HRK verabschiedet werden soll. Die Entschließung soll die hochschulpolitische Sichtbarkeit des Hochschulsports stärken und Hochschulleitungen, Landespolitik sowie Gesetzgebungsprozessen einen klaren Orientierungsrahmen bieten. Dabei soll gezielt an bestehende HRK-Positionen, etwa zu gesundheitsfördernden Studienbedingungen, Internationalisierung und Third Mission, angeknüpft werden.

Verankerung und Infrastruktur des Hochschulsports
Darüber hinaus wurden Fragen der hochschulpolitischen und rechtlichen Verankerung des Hochschulsports thematisiert. Diskutiert wurde insbesondere, wie der Hochschulsport in Landeshochschulgesetzen sowie hochschulischen Steuerungsmodellen systematischer berücksichtigt werden kann. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Hochschulsportinfrastruktur, die bislang vielfach durch bestehende Förderlogiken von Bund und Ländern fällt, obwohl sie funktional Teil der Bildungs- und sozialen Infrastruktur ist.

Weitere Zusammenarbeit von HRK und adh
Beide Seiten betonten die Bedeutung einer eng verzahnten Interessenvertretung von HRK und adh, um den Hochschulsport künftig frühzeitiger und kohärenter in hochschul- und bildungspolitische Prozesse einzubringen. Der Austausch wurde als wichtiger Schritt verstanden, um gemeinsame Linien zu systematisieren und strategisch weiterzuentwickeln.

Einordnung aus Sicht des adh
Dr. Arne Göring bilanzierte: „Der Austausch mit der HRK war außerordentlich konstruktiv und von einem klaren gemeinsamen Verständnis geprägt: Hochschulsport ist ein zentraler Bestandteil moderner Hochschulentwicklung. Dass der Senat der HRK im Juli eine entsprechende Grundsatzentschließung verabschieden soll, ist ein starkes Signal für die hochschulpolitische Relevanz des Hochschulsports und eine große Chance, ihn künftig strukturell besser zu verankern.“