Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle „Studie zur Vereinbarkeit von Studium und Spitzensport“ der Universität Münster, die im Auftrag und mit Förderung des Bundeskanzleramts sowie des adh durchgeführt wurde. Sie liefert erstmals seit rund 20 Jahren eine umfassende Bestandsaufnahme zur Situation in Deutschland.
Ziel und Partner der Studie
Ziel der Untersuchung von Dr. Barbara Halberschmidt, Laura van de Loo und Prof. Dr. Bernd Strauß (alle Universität Münster) ist es, ein aktuelles und differenziertes Bild der Lebensrealität studierender Spitzensportlerinnen und -sportler zu zeichnen und zentrale Erfolgsfaktoren zu identifizieren. Das Projekt wurde in Kooperation mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), den Olympiastützpunkten sowie deren Laufbahnberaterinnen und Laufbahnberatern umgesetzt und wissenschaftlich begleitet.
Förderstrukturen wirken und ermöglichen Flexibilität
Ein zentrales Ergebnis der Studie: Die bestehenden Förderstrukturen tragen wesentlich dazu bei, Studium und Spitzensport erfolgreich zu verbinden. Insbesondere flexible Studienstrukturen, individuelle Prüfungsregelungen und digitale Lehrangebote erweisen sich als entscheidende Faktoren. Unterstützungsangebote an den Partnerhochschulen des Spitzensports sowie die begleitende Beratung ermöglichen es den Athletinnen und Athleten, ihren Studienverlauf an Trainings- und Wettkampfanforderungen anzupassen. Die Studie bestätigt damit die hohe Wirksamkeit bestehender Maßnahmen und die zunehmende Anpassungsfähigkeit der Hochschulen.
Laufbahnberatung als Schlüssel zum Erfolg
Eine zentrale Rolle spielt bei der Dualen Karrieren die Laufbahnberatung an den Olympiastützpunkten. Sie wird von vielen Aktiven regelmäßig genutzt und unterstützt bei der Organisation von Studium und Spitzensport sowie bei individuellen Lösungen. Damit fungiert sie als wichtige Schnittstelle im System der Dualen Karriere.
Gute Kooperationen – mit weiterem Entwicklungspotenzial
Die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Olympiastützpunkten und weiteren Partnern funktioniert an vielen Standorten zuverlässig und trägt wesentlich zum Gelingen bei. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass die Qualität der Unterstützung stark vom Standort abhängt und weiter vereinheitlicht werden kann und sollte.
Verlässliche Rahmenbedingungen weiter stärken
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung verlässlicher und transparenter Rahmenbedingungen. Trotz der insgesamt positiven Entwicklung besteht weiteres Potenzial, insbesondere bei der verbindlichen Ausgestaltung von Förderstrukturen und der besseren Sichtbarkeit von Angeboten.
adh-Generalsekretär Benjamin Schenk betont: „Die Studie zeigt deutlich, dass Studium und Spitzensport in Deutschland immer besser zusammen gedacht werden. Unser Anspruch ist es, die Rahmenbedingungen gemeinsam mit unseren Partnern aus dem Hochschul- und Sportsystem sowie der Politik noch verlässlicher, transparenter und wirksamer zu gestalten. Die Münsteraner Studie liefert wichtige Impulse, um die Verbindung von Studium und Spitzensport als zukunftsfähiges Modell nachhaltig zu stärken.“
Hier zum Download: „Studie zur Vereinbarkeit von Studium und Spitzensport“
