Favoriten stürzen, Bayern jubelt: DHM Beachvolleyball begeistert in Bayreuth

Drei Tage hochklassiger Wettkampfsport, zahlreiche Überraschungen und eine mitreißende Atmosphäre: Vom 22. bis 24. Juni 2026 war die Uni Bayreuth Gastgeberin der Deutschen Hochschulmeisterschaft (DHM) Beachvolleyball. Auf den Courts am Unistrand lieferten sich 46 Teams packende Duelle, bei denen sich am Ende zwei bayerische Hochschulen über die Titel freuen durften.

Schon vor Turnierbeginn war klar, dass das Teilnahmefeld außergewöhnlich stark besetzt sein würde. Dass sich jedoch gleich mehrere Topfavoriten früh verabschieden mussten, sorgte für zusätzliche Spannung. Selbst der kurzfristige Ausfall des Münchner Spitzenduos Schneckenburger/Nennhuber, das aufgrund eines internationalen Futures absagen musste, änderte nichts am hohen sportlichen Niveau.

Während sich die nicht gesetzten Teams bereits am Montag in der Qualifikation beweisen mussten, griffen die Favoriten erst am Dienstag ins Hauptfeld ein. Gespielt wurde im Double-K.-o.-System, das bis in die Finalspiele hinein für offene und hochklassige Begegnungen sorgte.

Dammer und Scholze holen den Titel bei den Frauen

Im Frauenwettbewerb sicherten sich Simona Dammer und Luisa Scholze (WG Erlangen-Nürnberg) den Deutschen Hochschulmeistertitel. In einem hochspannenden Finale setzten sie sich gegen Bernice Andoh und Sinja Reich (WG Hamburg) erst im Tiebreak durch. Bronze ging an Johanna Brockmann und Malin Sturhahn (WG Bonn). Die Bayreuther Lokalmatadorinnen Meyer/Porzner belegten Rang neun.

Nach ihrem Titelgewinn hoben Dammer und Scholze insbesondere die hohe sportliche Qualität des Turniers hervor. Halbfinale und Finale hätten ihnen bei sommerlichen Temperaturen alles abverlangt. Gleichzeitig lobten sie die besondere Atmosphäre auf den Beachcourts mitten auf dem Campus sowie die hervorragende Organisation der Veranstaltung.

Überraschungen prägen das Männerturnier

Auch im Männerfeld blieb kaum ein Favorit verschont. Das topgesetzte Duo Koch/Sambale (WG München) schied ebenso wie zwei Teams der Uni Bayreuth bereits früh aus dem Wettbewerb aus. Davon profitierten Jonas Hoppe und Maximilian Schedl (WG Darmstadt), die sich als Nummer neun der Setzliste bis ins Finale spielten. Dort mussten sie sich jedoch Franz Neumann und Samuel Sadorf (WG München) geschlagen geben, die sich mit einer starken Turnierleistung den Deutschen Hochschulmeistertitel sicherten. Im Spiel um Bronze behaupteten sich Maarten Eichler und Jannes Fröhlich (WG Leipzig) nach ihrer Halbfinalniederlage mit einem souveränen Zweisatzsieg.


Sport, Begegnung und Summerfeeling

Neben den sportlichen Leistungen prägten das Rahmenprogramm am Unistrand und der intensive Austausch zwischen den Hochschulen das Turnier. Als Gesundheitspartner des adh unterstützte die Techniker Krankenkasse (TK) die DHM und setzte damit ein weiteres Zeichen für die Verbindung von Hochschulsport und Gesundheitsförderung.

Bei der Siegerehrung würdigten die Disziplinchefs Manuel Lohmann und Viola Torliene insbesondere die offene Atmosphäre und den großen Einsatz aller Beteiligten. Auch Dr. Uwe Scholz, Leiter des Hochschulsports der Uni Bayreuth, zog ein positives Fazit und dankte dem Organisationsteam um Konstantinos Pontidis, Maximilian Klein und Pascal Blei für die professionelle Vorbereitung und Durchführung.

Janina Wey, studentisches Mitglied des adh-Vorstands, unterstrich die Bedeutung der Veranstaltung: „Die DHM Beachvolleyball hat einmal mehr gezeigt, wie attraktiv der Hochschulsport sein kann. Hochklassige Wettkämpfe, Fair Play und eine besondere Atmosphäre haben diese Meisterschaft geprägt. Mein Dank gilt der Uni Bayreuth, dem Organisationsteam, den zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie unserem Gesundheitspartner, der Techniker Krankenkasse, die gemeinsam zu einer rundum gelungenen Veranstaltung beigetragen haben.“

Mit der Siegerehrung, bei der Wey die Urkunden und Siegernadeln überreichte, endete eine Deutsche Hochschulmeisterschaft, die sportlich wie organisatorisch nachhaltig in Erinnerung bleiben dürfte.

Ergebnisse

Männer  &  Frauen