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22.06.2026 | Kategorie: Gesundheit , 2026 , TopNews

Fachtagung HGM im Fokus in Hannover

Die Fachtagung zum Hochschulischen Gesundheitsmanagement (HGM) brachte Fachleute aus Wissenschaft, Praxis und Gesundheitsförderung zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen Themen wie struktureller Wandel an Hochschulen, die Integration von Gesundheit in Veränderungsprozesse sowie praxisnahe Strategien zur nachhaltigen Verankerung von HGM.

Nach der Begrüßung und einem Video-Grußwort von Prof. Dr. Ulrich Bartosch (HRK -Vizepräsident) bot ein Blitzlicht von Ute Erdenberger (Leiterin des Gesundheitsmanagements der Techniker Krankenkasse) und Janine Sterner (stellv. Geschäftsführerin der LVG & AFS) aktuelle Einblicke in den Status quo der Gesundheitslage an Hochschulen. Die aktuellen Daten aus dem TK-Dossier 2026 zeigen deutlich: Die gesundheitliche Lage von Studierenden ist angespannt und vielschichtig – von psychischen Belastungen bis hin zu strukturellen Herausforderungen im Studienalltag. Gleichzeitig wird klar, dass Hochschulen zentrale Orte für Prävention und Gesundheitsförderung sind. „Entscheidend ist nun, Gesundheit nicht isoliert zu betrachten, sondern systematisch in die Entwicklung von Studium, Lehre und Organisation einzubetten.“ betont Erdenberger. Genau hier setzt die Tagung an: mit der Frage, wie Hochschulisches Gesundheitsmanagement unter veränderten Rahmenbedingungen wirksam gestaltet werden kann.

Passend dazu die anschließende Keynote von Prof. Dr. Karlheinz Sonntag welche beleuchtete, wie Veränderungsprozesse aktiv gestaltet und nicht nur begleitet werden können. Praxisnahe Impulse lieferten zudem ein Interview zur Integration von Gesundheit in den Change-Prozess der RPTU sowie ein Gallery Walk mit vielfältigen Einblicken in bestehende HGM-Projekte.

Ein besonderer Fokus lag auf der parallelen Workshopphase. Im Workshop „Ressourcen im HGM clever nutzen“, geleitet von Dr.-Ing. Sebastian Sdrenka (Leitung des Sportinstituts der TU Clausthal), wurde die zunehmende Ressourcenknappheit an Hochschulen kritisch aufgegriffen. Angesichts von Sparzwängen und Transformationsdruck diskutierten die Teilnehmenden konkrete Strategien, um Gesundheitsmanagement auch mit begrenzten personellen und finanziellen Mitteln wirksam umzusetzen. Im Zentrum standen Fragen der Priorisierung, der effizienten Nutzung bestehender Strukturen sowie der stärkeren Vernetzung innerhalb der Hochschule. Deutlich wurde, dass HGM vor allem dann erfolgreich ist, wenn es strategisch eingebettet, multiplikatorengestützt umgesetzt und als Querschnittsaufgabe verstanden wird. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung kleiner, skalierbarer Maßnahmen mit hoher Wirkung sowie die Nutzung vorhandener Ressourcen durch Kooperationen und Synergien. Ergänzend wurden in weiteren Workshops zentrale Aspekte wie gesunde Lehre, der Aufbau tragfähiger HGM-Strukturen, zielgruppenspezifische Kommunikation sowie die überzeugende Darstellung des Mehrwerts von Gesundheitsmanagement vertieft.

Die Tagung zeigte insgesamt, dass Hochschulisches Gesundheitsmanagement zunehmend als integraler Bestandteil organisationaler Entwicklung verstanden wird – nicht als Zusatzaufgabe, sondern als strategischer Erfolgsfaktor.

Mehr zum Rückblick auf die Tagung hier.