09.11.2015 | Kategorie: Wir über uns , 2015 , TopNews

Dr. Verena Burk wird erste FISU-Beisitzerin

Dr. Verena Burk ist zur ersten Beisitzerin des Hochschulsport-Weltverbands (FISU) gewählt worden. Dieses aus deutscher Sicht sehr erfreuliche Ergebnis stand am Ende der FISU-Generalversammlung. Die Institutsmitarbeiterin der Sportwissenschaft Tübingen ist damit ab sofort auch Mitglied des Steuerungskomitees. Neuer Präsident wurde der Vorsitzende des russischen Hochschulsportverbands, Oleg Matytsin.

Am Wochenende fand in Lausanne die 34. FISU-Generalversammlung statt. Turnusgemäß standen bei dieser die Wahlen für das Exekutiv Komitee für die kommenden vier Jahre an. Dabei gab es einen Wechsel an der Spitze – Oleg Matytsin löste den bislang amtierenden Präsidenten Claude-Louis Gallien ab. Beide Kandidaten nutzten dabei die Gelegenheit in einer kurzen Präsentation den Delegierten ihre Bewerbung vorzustellen. Hier konnte Oleg Matytsin mit einem zukunftsweisenden Vortrag die Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsverbände überzeugen und wurde so mit großer Mehrheit – 102 zu 23 Stimmen – zum neuen Präsidenten der FISU gewählt. Matytsin sieht als Hauptaufgabe, die Kontinental-Verbände ebenso wie die nationalen Hochschulsportverbände in enger Kooperation mit der FISU und anderen internationalen Organisationen wie die UNESCO weiter zu entwickeln. „Ich bin sehr stolz ins Amt des neuen FISU-Präsidenten gewählt worden zu sein und bin mir der großen Verantwortung für mich und mein Team bewusst“, so der bisherige Vize-Präsident Oleg Matytsin. Ihm zur Seite steht künftig der Schweizer Leonz Eder, der ins Amt des ersten Vize-Präsidenten gewählt wurde.

In einer spannenden Abstimmung um die Position der ersten Beisitzerin (First Assesors) konnte sich Dr. Verena Burk gegen drei andere Kandidatinnen und Kandidaten aus England, Estland und Kenia im zweiten Wahlgang durchsetzen. Sie ist seit 2007 Mitglied der FISU-Exekutive und bisher für den Bereich Medien im Weltverband verantwortlich. „Wir freuen uns, dass die hervorragende Arbeit, die Verena Burk in den vergangenen Jahren gemacht hat, nun durch diese Wahl Ausdruck findet. Wir gratulieren ihr hierzu und wünschen ihr viel Erfolg bei der weiteren Arbeit im FISU-EC“, kommentiert Felix Arnold, adh-Vorstandsvorsitzender, das Wahlergebnis.

Dr. Thomas Bach, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), hob in seinem Grußwort an die Mitgliederversammlung den Stellenwert des internationalen Hochschulsports heraus und sicherte dem neuen Exekutive Komitee die Unterstützung des IOC zu: „Die FISU und das IOC schützen die Werte des Sports – das ist derzeit vielleicht wichtiger denn je. Unsere Türen sind für Sie immer offen.“

Neben den Wahlen standen auch die Änderung der FISU-Satzung sowie die Berichte des Präsidenten und des Generalsekretärs auf der Tagesordnung. Genutzt wurde die Plattform ebenso für eine Rückschau auf die vergangenen Sommer- und Winter-Universiaden in Südkorea, Spanien und in der Slowakei. Zudem wurde der Blick mit den Präsentationen der Universiaden in Taipeh und Almaty 2017 und Krasnojarsk 2019 bereits in die Zukunft geworfen.