Für den adh unterzeichnete Vorstandsmitglied Dirk Kilian die Vereinbarung gemeinsam mit CHEN Dongsheng, Vizepräsident und Generalsekretär von FOCUSS. Begleitet wurde der Austausch seitens des adh durch Generalsekretär Benjamin Schenk und Hannah Schäfer, Referentin FISU World University Games im adh. Darüber hinaus war Dr. Verena Burk, Vizepräsidentin der FISU und Vorsitzende des FISU Education Committee, digital zugeschaltet.
Das MoU verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit im Hochschulsport nachhaltig auszubauen. Vorgesehen sind unter anderem der Austausch von Studierenden, Trainerinnen und Trainern sowie Sportadministratorinnen und -administratoren, gemeinsame Trainings- und Begegnungsmaßnahmen sowie der fachliche Austausch zu Themen wie Gesundheit, Bildung und der Weiterentwicklung des Hochschulsports.
Die Kooperation steht dabei in enger Verbindung mit den satzungsgemäßen Aufgaben des adh. Dieser fördert die internationale Zusammenarbeit im Hochschulsport, vertritt die Interessen seiner Mitgliedshochschulen auf internationaler Ebene und versteht Sport ausdrücklich als Beitrag zur friedlichen Gestaltung internationaler Beziehungen sowie zur Verständigung zwischen Menschen und Kulturen.
Insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung der Hochschulen bietet eine engere Zusammenarbeit mit dem chinesischen Hochschulsport wertvolle Chancen. China verfügt über eines der größten Hochschulsportsysteme der Welt und spielt innerhalb der internationalen Hochschulsportbewegung eine bedeutende Rolle. Der Austausch ermöglicht wechselseitige Lernprozesse, eröffnet neue Perspektiven für Studierende und Mitarbeitende sowie zusätzliche Kooperationsmöglichkeiten im Rahmen internationaler Veranstaltungen und Programme.
Dirk Kilian betont: „Der Hochschulsport lebt vom internationalen Austausch und von Begegnungen über kulturelle und geografische Grenzen hinweg. Mit dem Memorandum of Understanding schaffen wir eine belastbare Grundlage, um die Beziehungen zwischen dem deutschen und chinesischen Hochschulsport weiterzuentwickeln. Davon profitieren unsere Studierenden, unsere Hochschulen und nicht zuletzt die internationale Hochschulsportgemeinschaft insgesamt. Gerade in einer Zeit globaler Herausforderungen sind Partnerschaften, die auf Dialog, gegenseitigem Lernen und Respekt beruhen, von besonderem Wert.“
Im Anschluss an die Gespräche in Dieburg besuchte die Delegation das Unisport-Zentrum der Technischen Universität Darmstadt. Nach der Begrüßung durch Vertreterinnen und Vertreter des Hochschulsports erhielten die Gäste eine Führung über das Hochschulstadion und die weiteren Sportanlagen des Campus Lichtwiese. Begleitet wurde der Rundgang von Eva Münstermann, verantwortlich für Sportevents, Social Media und Sponsoring am Unisport-Zentrum, sowie von Regine Hunsinger, Leiterin des Hochschulstadions.
Der Besuch bot der chinesischen Delegation einen vertieften Einblick in die Strukturen und Angebote des deutschen Hochschulsports sowie die vielfältigen Möglichkeiten einer hochschulnahen Sportinfrastruktur. Gleichzeitig konnten erste Ideen für künftige gemeinsame Aktivitäten und Austauschformate diskutiert werden, die nun im Rahmen des neu unterzeichneten Memorandum of Understanding weiter konkretisiert werden sollen.
